Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Abzweig 4712 A - Restaurierung
#1
Moin moin ins Forum.

 

Hätte da mal wieder eine Frage an die Profis. Ich möchte einen doppelspurigen Abzweig wieder instand setzen, bin mir aber nicht 100%ig klar, welche Kabel wohin gehören. Bei den anderen Abzweigen war dies kein Problem (da habe ich inzwischen 4 Stück wieder reparieren können, meistens war einer der dünnen Drähte der Wicklung auf dem Weg zur Stromführung durchgebrochen), allerdings ist dieser ein wenig speziell und ich habe leider kein Vergleichsmodell.

 

[attachment=15369Tongue1080730.JPG]

 

Was ich weiß (oder zu wissen glaube...): braunes Kabel (Stromführung) kommt an den linken oberen Anschlusspunkt, darunter an den Anschlusspunkt (gleiche Seite) kommt einer der dünnen Drähte der Wicklung. An den rechten oberen Anschlusspunkt kommt das blaue Kabel und darunter das Kabel, das auf der anderen Seite an diesem kleinen eingeklemmten Blech angelötet ist. Wozu dient dieses Blech? Hat es Verbindung/Kontakt zur Stromschiene oder nicht? Und besteht von hier aus noch eine Verbindung zu dem kleinen Arm-Fortsatz des Abzweig-Mechanismus (Zunge)? (wozu ist sonst dieser kleine Arm überhaupt da???). Ein weiterer Draht von der Wicklung ist bereits an einem Blech festgelötet, das zur Führungs-Buchse des Abzweige-Mechanismus führt.

 

Ich hoffe, die Verwirrung ist jetzt komplett und einer von euch blickt trotzdem noch durch... Ach ja, nicht vergessen: ich bin in Sachen Elektrik wirklich ein absoluter Laie - Erklärungen am besten mit Skizze oder für ganz Blöde... :wacko:

 

Schon mal besten Dank für eure Mühe - und noch einen schönen Sonntag!

 

Beste Grüße aus dem hohen Norden.

Thomas

 



Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Zitieren
#2
P.S. "Oben und unten" meint, dass die Schiene dann gerade vor einem liegt und man den Abzweig links und die Wicklung unten links hat - die Schiene liegt auf dem Foto in einem anderen Winkel, da man so die Einzelteile besser sehen kann.

Zitieren
#3
Hallo Thomas,

 

das ist eine Weichenansteuerung mit Endabschaltung. Will heißen, der elektrische Kontakt zur Spule wird unterbrochen, sobald die Weiche umgeschaltet ist. Steht die Weiche auf "Gerade", muss die Verbindung - zwischen "eingeklemmten" Blech und dem Stellhebel - geschlossen sein.

 

Ich habe jetzt kein Gutmuster parat, mir scheint aber, dass da ein Blechlein fehlt bzw. abgebrochen ist. Deine Erklärung müsste soweit korrekt sein.

ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
Zitieren
#4
Hallo Thomas,

 

MOS hat recht, hab noch zwei Fotos dazu, allerdings von einer Linken.

Prinzip ist aber wie von MOS beschrieben.

 

[attachment=15370:IMAG0392.jpg]

 

[attachment=15371:IMAG0393.jpg]

 

Man sieht einmal die "Schaltzunge" offen und dann geschlossen.

Ich hoffe das hilft.

 

Schöne Grüße

 

Lothar 



Angehängte Dateien Thumbnail(s)
       
Zitieren
#5
Hallo mos, hallo Lothar.

 

Toll, das hilft mir auf jeden Fall! Dann fehlt mir also nur das kleine Blechteil, das die Verbindung vom Zungen-Seitenarm zum eingeklemmten Blech herstellt - das kann ich doch mit einem alten Schleifer herstellen, oder brauche ich da besonderes Material?? Witzig, in welch unterschiedlichen Bauformen/Aufteilungen Faller diese Teile produziert hat. Bei mir liegen Spule und eingeklemmtes Blechteil ganz woanders... Wenn ich das also so verbinde wie auf den Fotos von Lothar müsste es also funktionieren - ich probiere es aus.

 

Besten Dank und viele Grüße aus dem hohen Norden!

Thomas

Zitieren
#6
Hallo mos, hallo Lothar.

 

Jetzt Neuigkeiten zum Arbeitsfortschritt. Habe alles so verdrahtet und verlötet, wie es im Beispiel von Lothar zu sehen war. Und siehe da: es tut sich was. Zumindest fließt schon mal Strom, allerdings kommt es mehr zur Funkenbildung als zum gewünschten Schalt-Effekt. Man merkt zwar, dass der Magnet von der Spule weg will, aber die Kraft reicht nicht, um bis zum unteren Magneten zu kommen. Bei der kurzen Betätigung des Schaltknopfes am Faller-Stellpult funkt es zwischen dem eingeklemmeten Blechteil und dem von mir angesetzten Blechstück (habe ich aus einem Messing-Schienenverbinder gebastelt), aber so ganz richtig kann das ja noch nicht sein, oder? Womöglich habe ich irgendwo noch was falsch gelötet... deshalb hier mal die Fotos der Reihe nach: "Feuerwerk", offen und geschlossen (manuell eingestellt).

 

Wäre super, wenn ihr euch das noch mal anschauen und eure geschätzten Kommentare dazu geben könntet. Besten Dank vorab und viele Grüße aus dem hohen Norden (ja ist denn schon Silvester...???)

 

Thomas

 

 



Angehängte Dateien Thumbnail(s)
           
Zitieren
#7
Hallo Thomas!

 

Wenn das blaue Kabel,das zur Schiene führt PLUS ist und nach der Spule an dein neu angelötetes "Messingärmchen" geht,das dann an dem braunen Kabel,also an MINUS endet,ist das glaube ich ein Kurzschluss! Wink

 

Das Messingteil,das du da angelötet hast,ist zudem auch recht massiv.das Originalteil ist mehr so ein Federblech.

 

Hoffe,daß ich mich nicht verguckt habe..... Tongue

 

 

Gruss

 

Michael

Ich bin heute irgendwie neben der Spur.Ist schön hier! Tongue 
Zitieren
#8
Hallo Thomas,

 

arbeitest du mit Wechselstrom????

Diese Faller Weichen wollen keinen Gleichstrom, dann tun die nicht.

Probiers mal.

Die Verlöterei ist soweit ich das sehe OK. Bei Wechselstrom spielt es keine Rolle, wie du die Farben anschließt.

eine Seite an Faller Trafo gelb. Die andere Seite kurzen Impuls auf braun, dann schaltet die Weiche nur,

wenn sie auf "Geradeaus" gestanden hat. Sonst ist wie MOS schon geschrieben hat, der Stromfluß unterbrochen.

 

Schönen Abend

 

Lothar

Zitieren
#9
@ Michael: Ich habe die Kabel mal vertauscht, aber der Effekt ist der selbe (wahrscheinlich wegen Wechselstrom...)

 

@ Lothar: ja, ich arbeite mit Wechselstrom (die guten alter Faller-Trafos), damit funktionieren meine anderen Weichen auch gut. Also ich weiß nicht, was ich da noch ändern kann, der Funkenflug bleibt (auch bei getauschtem blauen und braunen Kabel - aber das hattest du ja schon geschrieben), und der Schaltmechanismus zuckt kurz, wechselt aber nicht zum anderen Magneten...???

 

Ob es in der Tat am Verbindungsstück zwischen Schaltmechanismus und eingeklemmtem Blech liegt? Ich habe leider nicht so ein Federblech wie im Original, aber auch bei mir gibt es ja nur punktuellen Kontakt, der beim Schalten dann sofort unterbrochen wird. Habe auch das Messingblech so klein wie möglich geschnitten.

 

Mhhh, was kann man nun machen? Bzw. was kann ich nun machen? Ich würde den Abzweig gerne retten (anstelle einfach mal 'nen neuen kaufen) - habt ihr da noch 'ne Idee?

 

Vorab besten Dank an alle!

Thomas

Zitieren
#10
Hallo Thomas,

 

hab mir deine Fotos noch mal angeschaut. Versuch mal dem Schaltfähnchen etwas mehr Vorspannung zu geben.

So dass der Magnet noch auf Geradeaus hält, aber die Abstoßkraft vom Elektromagneten unterstützt wird.

Aber nicht soviel, das ständige Berührung vor liegt. Vielleicht gehts dann.

Der Zündfunken, den man sieht, scheint der Klingeleffekt zu sein, wenn nicht genügend angedrückt wird,

und das Ablösen nicht weit genug geht.

 

Nur eine Vermutung

 

Schöne Grüße

 

Lothar
Zitieren
#11
Hallo Thomas, hallo zusammen,

 

wie schon gesagt, ist das eine Weiche mit Endabschaltung und nicht mit Frühabschaltung Big Grin .

 

Will heißen, die Verbindung darf erst kurz vor Ende der Umschaltung unterbrochen werden, so dass der Magnet für den Rest des Weges sorgt. Also umzusetzen, wie es Lothar beschrieben hat.
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
Zitieren
#12
Hallo mos, hallo Lothar.

 

Was soll ich sagen... es funktioniert!!!! Habe das Schaltfähnchen so weit vorgedrückt, dass der Abstand zwischen Spule und Magnet ca. 4 mm ist - die Spur wird somit weiterhin geradeaus gehalten. Und nun klappt's auch mit dem Umschalten, so dass der untere Magnet genug Anziehungskraft entwickelt, um die Weiche zu schalten. Mal schaun, wie lange das im Fahrbetrieb hält.

 

Auf jeden Fall danke ich euch vielmals für die hilfreichen Tipps - so macht das Basteln wirklich Spaß.

 

Beste Grüße aus dem hohen und nun wieder schaltfähigen Norden!

Thomas

Zitieren
#13
Hallo Thomas,

hab' ich grad in meiner Teilekiste gefunden:

[attachment=15380:Schaltzunge.jpg]

Das kleine Blech oben rechts ist nur 1/10 mm stark und 1 mm breit. Es steht 12 mm über und ist oben 1 mm abgekröpft.

 

Hubert



Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Zitieren
#14
Hallo Hubert.

 

Das (das kleine Blech) wär's gewesen! Momentan arbeitet meine individuelle Lösung mit einem Teilstück eines ausgedienten Schienenverbinders noch - eleganter ist die Werkslösung natürlich auf jeden Fall - und wahrscheinlich auch praktikabler/zuverlässiger.

 

Auf jeden Fall danke für die Info - und noch einen schönen Abend.

 

Thomas

Zitieren
#15
Hallo Hubert,

 

genau das Teil könnte ich zum Komplettieren meiner Weiche gebrauchen.

Wenn Du es verkaufen willst, bitte eine PN mit Preis.

Dann hätte ich ein komplettes Paar.

 

Danke und schönen Abend

 

Lothar

Zitieren
#16
Zitat:<div>
Hallo Thomas, hallo zusammen,

 

wie schon gesagt, ist das eine Weiche mit Endabschaltung und nicht mit Frühabschaltung Big Grin .

 

Will heißen, die Verbindung darf erst kurz vor Ende der Umschaltung unterbrochen werden, so dass der Magnet für den Rest des Weges sorgt. Also umzusetzen, wie es Lothar beschrieben hat.

</div>
 

Klasse formuliert michaelo!  Big Grin  Big Grin  Big Grin

 

Wechselsannug ist OK. Das hatte Faller zu der Zeit auch mit den Containercars und Autoverladung so vorgesehen. Aber das war ja auch die schöne Idee, das ein Elektromagnet einen Permanentmagnet weg schubst. Sozusagen mechanische Gleichrichtung. Tongue  Richtig gerichteter Gleichstrom geht natürlich auch. :lol:

 

Kleine Feinarbeiten für für zuverlässigen Betrieb wie richtigen Abstand durch Biegen herausfinden, oder doch auch weiches dünnes Kupferblech nehmen, sollte reichen. Villeicht noch ein Tipp Thomas, wenn du evtl. doch ein längeres (rotes) Drähtchen nehmen kannst. dann könntest du es so verlegen, das es nicht unter den bewegten Teilen geführt wird. Sollte dir mal auf deiner Bahn der eine oder andere Krümel rein kommen, dann hat er weniger Platz was zu verklemmen. Wink

 

Einen kleinen Funken kann mann wohl nie ganz vermeiden.

 

Viel Spaß beim Basteln!

Holger aus Kassel. 
Zitieren
#17
Moin Holger.

 

Danke für den Tipp - das rote Kabel hatte ich gestern bereits verlängert und unterhalb der bewegten Teile geführt - sonst hätte es auch mit der Abdeckplatte geklemmt. Schön, was euch alles so auffällt - das gibt Sicherheit für die nächsten Basteleien... Rolleyes

 

Viele Grüße aus dem hohen Norden!

Thomas

Zitieren
#18
Hallo zusammen,

 

nachdem nun die Schaltzunge von Hubert bei mir gelandet ist, konnte ich meine Abzweigung restaurieren.

Das Pärchen ist nun komplett.

Die Spule musste ich neu wickeln und der Drehpunkt wurde mit einer Adernendhülse simuliert.

Jetzt funktioniert sie wieder. Besten Dank Hubert.

[attachment=15487:IMAG0403.jpg]

 

[attachment=15488:IMAG0404.jpg]

 

Schönen Sonntag zusammen

 

Lothar

 



Angehängte Dateien Thumbnail(s)
       
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: