13-10-2025, 21:15
Hallo Jungs,
Wie kann ich die schnellsten Motoren herausfinden?
Denn wenn der Motor erst einmal fest zwischen Hinterachshalter und Vorderachsteil mit Schleifern eingeklebt ist, kann nichts mehr verändert werden...
Bei dem Aufwand und der Mühe, die im jedem Chassis steckt, wäre es schade, wenn man einen nicht so guten Motor erwischt.
Also habe ich mir überlegt, wie man auf einfachste Weise die Motoren herausfinden kann, die das beste Gesamtpaket, insbesondere den besten Anker haben.
Ausgehend davon, dass die Anker von der Drahtdicke und der Anzahl der Windungen alle gleich sind, geht es dann nur noch hauptsächlich darum, welcher Anker durch die maschinelle Fertigung zufällig am optimalsten (alle 3 Pole am gleichmäßigsten gewickelt) gefertigt ist.
Das müsste am einfachsten - durch Vergleiche - über die erreichbare Drehzahl zu machen sein. An die Motor-Experten hier: falls ich in meinen Überlegungen einen Denkfehler habe, bitte melden.
Der Aufbau meiner Messvorrichtung:
Ein paar einfache Holzleisten, 2 Kupferlaschen mit Kabelanschluß zum 15V-Netzteil.
Dazu ein einfacher Drehzahlmesser, der mittels Laser und Reflektor-Aufkleber arbeitet.
Die Messscheibe ist aus einer alten Kunststoff-Servoscheibe, in die ich in die Aufnahmebohrung einen kleinen Polyamid-Stopfen gepresst habe. Danach zentrisch noch eine 1,5mm Bohrung zum Aufstecken auf die Motorwelle. Polyamid ist dafür ideal, auch nach sehr häufigem Aufstecken und Abnehmen von der Motorwelle klemmt es noch genauso gut wie am Anfang.
Die etwas
gewöhnungsbedürfige Lackierung ist entstanden, weil ich diese Lackdose, die für kleine Karosserien zu grobe Metallikpartikel hat, leer machen wollte...
Der Mabuchi Flachmotor ist lt. Datenblatt ausgelegt für 3-9V Gleichstrom, Drehzahl ca. 3500-10500U/Min.
Nach meinen Messungen dreht er bei 9V aber schon deutlich höher. Und da ich ihn mit max. 15V (kurzzeitig bei voller Beschleunigung) einsetze, liegt seine gemessene Drehzahl zwischen 24500 und 31100 U/Min. Das sind dann doch deutliche Unterschiede, zeigt, dass das Selektieren echt Sinn macht. Die meisten Motoren liegen im Bereich von 25500-27500 U/Min.
Video (3:46) zum Ablauf der Messung, Link: Selektieren der baugleichen Motoren
Gestartet wird durch Drücken eines der Kupferbleche gegen die Messing-Kohlenbuchse des Motors (Zeigefinger).
Zu sehen sind Motoren, die vorher noch nicht gelaufen sind. Wichtig ist es, den Motor so einzulegen, dass er in der gleichen Drehrichtung läuft, wie später im Modell.
Wegen des hellen LED-Lichts (für die Video-Aufnahme) ist zwischen IR-Messgerät und der Messscheibe ein U-förmiger mattschwarzer Karton, der das Umgebungslicht reduziert, der Sensor mag kein zu helles Licht, das ist auch nötig bei Tageslicht.
Die Einlaufphase ist, zugegebenermaßen wegen der 15V schon etwas brutal, man sieht, dass teilweise nach ca. 20 Sekunden der Motor anfängt noch höher zu drehen. Danach, wenn er wärmer wird, fällt die maximale Drehzahl wieder ab. Aber eine solch lange Volllgasbelastung wie im Video wird ein Motor im Fahrzeug auf der Bahn natürlich nie bekommen...
Das Video zeigt auch, dass der Mabuchi sehr lange Vollgas-15V-Phasen klaglos verarbeitet.
Gegen Ende des Videos ist rechts am analogen Netzteil kurz zu sehen, dass beim Start der Anlaufstrom bei 15V ca. 1,7A beträgt, selbst ohne echte Last, die leichte Servoscheibe stellt ja kein wirkliches Trägheitselement dar, das überwunden werden muss.
Dann wird der Anlaufstrom im 18-42 Gramm schweren Slotcar noch um einiges höher liegen, sofern das Netzteil an der Bahn das liefern kann. Im Modell auf meiner Bahn verarbeitet der Mabuchi diese Beanspruchung bisher problemlos, selbst mit den schweren Metallkarosserien.
Insgesamt kann ich aus meinen bisherigen Erfahrungen sagen, dieser Mabuchi ist ein leistungsstarker Motor, in etwa auf dem Niveau von guten Tyco 440x2-Motoren. An die Motor-Leistung von Bulldog Racing, AFX Mega G(ohne +), Tomy SRT/SG+ und Jag DR1 kommt er aber nicht ganz heran.
BG
Hebi
mein neues Spielzeug: Eine Messvorrichtung zum selektieren von baugleichen Motoren.
Weil bei meinem Eigenbau-Chassis #4, der günstige Mabuchi-Flachmotor (5er Pack für 0,43€) ein fester Teil des Chassis bildet, kam mir zwangsweise die Überlegung, wie groß ist die Serienstreuung? Wie kann ich die schnellsten Motoren herausfinden?
Denn wenn der Motor erst einmal fest zwischen Hinterachshalter und Vorderachsteil mit Schleifern eingeklebt ist, kann nichts mehr verändert werden...
Bei dem Aufwand und der Mühe, die im jedem Chassis steckt, wäre es schade, wenn man einen nicht so guten Motor erwischt.
Also habe ich mir überlegt, wie man auf einfachste Weise die Motoren herausfinden kann, die das beste Gesamtpaket, insbesondere den besten Anker haben.
Ausgehend davon, dass die Anker von der Drahtdicke und der Anzahl der Windungen alle gleich sind, geht es dann nur noch hauptsächlich darum, welcher Anker durch die maschinelle Fertigung zufällig am optimalsten (alle 3 Pole am gleichmäßigsten gewickelt) gefertigt ist.
Das müsste am einfachsten - durch Vergleiche - über die erreichbare Drehzahl zu machen sein. An die Motor-Experten hier: falls ich in meinen Überlegungen einen Denkfehler habe, bitte melden.
Der Aufbau meiner Messvorrichtung:
Ein paar einfache Holzleisten, 2 Kupferlaschen mit Kabelanschluß zum 15V-Netzteil.
Dazu ein einfacher Drehzahlmesser, der mittels Laser und Reflektor-Aufkleber arbeitet.
Die Messscheibe ist aus einer alten Kunststoff-Servoscheibe, in die ich in die Aufnahmebohrung einen kleinen Polyamid-Stopfen gepresst habe. Danach zentrisch noch eine 1,5mm Bohrung zum Aufstecken auf die Motorwelle. Polyamid ist dafür ideal, auch nach sehr häufigem Aufstecken und Abnehmen von der Motorwelle klemmt es noch genauso gut wie am Anfang.
Die etwas
gewöhnungsbedürfige Lackierung ist entstanden, weil ich diese Lackdose, die für kleine Karosserien zu grobe Metallikpartikel hat, leer machen wollte...Der Mabuchi Flachmotor ist lt. Datenblatt ausgelegt für 3-9V Gleichstrom, Drehzahl ca. 3500-10500U/Min.
Nach meinen Messungen dreht er bei 9V aber schon deutlich höher. Und da ich ihn mit max. 15V (kurzzeitig bei voller Beschleunigung) einsetze, liegt seine gemessene Drehzahl zwischen 24500 und 31100 U/Min. Das sind dann doch deutliche Unterschiede, zeigt, dass das Selektieren echt Sinn macht. Die meisten Motoren liegen im Bereich von 25500-27500 U/Min.
Video (3:46) zum Ablauf der Messung, Link: Selektieren der baugleichen Motoren
Gestartet wird durch Drücken eines der Kupferbleche gegen die Messing-Kohlenbuchse des Motors (Zeigefinger).
Zu sehen sind Motoren, die vorher noch nicht gelaufen sind. Wichtig ist es, den Motor so einzulegen, dass er in der gleichen Drehrichtung läuft, wie später im Modell.
Wegen des hellen LED-Lichts (für die Video-Aufnahme) ist zwischen IR-Messgerät und der Messscheibe ein U-förmiger mattschwarzer Karton, der das Umgebungslicht reduziert, der Sensor mag kein zu helles Licht, das ist auch nötig bei Tageslicht.
Die Einlaufphase ist, zugegebenermaßen wegen der 15V schon etwas brutal, man sieht, dass teilweise nach ca. 20 Sekunden der Motor anfängt noch höher zu drehen. Danach, wenn er wärmer wird, fällt die maximale Drehzahl wieder ab. Aber eine solch lange Volllgasbelastung wie im Video wird ein Motor im Fahrzeug auf der Bahn natürlich nie bekommen...
Das Video zeigt auch, dass der Mabuchi sehr lange Vollgas-15V-Phasen klaglos verarbeitet.
Gegen Ende des Videos ist rechts am analogen Netzteil kurz zu sehen, dass beim Start der Anlaufstrom bei 15V ca. 1,7A beträgt, selbst ohne echte Last, die leichte Servoscheibe stellt ja kein wirkliches Trägheitselement dar, das überwunden werden muss.
Dann wird der Anlaufstrom im 18-42 Gramm schweren Slotcar noch um einiges höher liegen, sofern das Netzteil an der Bahn das liefern kann. Im Modell auf meiner Bahn verarbeitet der Mabuchi diese Beanspruchung bisher problemlos, selbst mit den schweren Metallkarosserien.
Insgesamt kann ich aus meinen bisherigen Erfahrungen sagen, dieser Mabuchi ist ein leistungsstarker Motor, in etwa auf dem Niveau von guten Tyco 440x2-Motoren. An die Motor-Leistung von Bulldog Racing, AFX Mega G(ohne +), Tomy SRT/SG+ und Jag DR1 kommt er aber nicht ganz heran.
BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen" Walter Röhrl
- Wer später bremst, fährt länger schnell -
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