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Maserati Tipo 61
#1
Hallo, was haltet ihr von dem?
Vor ein paar Tagen bei Aldi-Süd (im Kassenbereich) gefunden. 

Maserati Tipo (Typ) 61, wegen seines filigranen Rohrrahmens, der bis ans Lenkrad in den Innenraum geht, auch "Vogelkäfig" genannt.
Das Modell hatte für seine damalige Zeit (1961) wahnsinnige Werte, Gewicht mit 2,9L-Motor ca. 600 kg, 250PS, Spitze knapp 300km/h.
Link: Wikipedia Maserati Tipo 61
Link: Nürburgring-Triumph
In den Jahren 1960/1961 hat mich mein Vater einmal zum 1000km-Rennen auf dem Nürburgring mitgenommen. Möglicherweise Cry war ich 1961 als kleiner Junge bei diesem Rennen dabei...

Lt. Bodenplatte ist es ein aktuelles 2026er HW-diecast Modell.
   

   

Der Radstand ist 40,5mm. Außenmaße 68x27mm, also eher die Magnetergröße.
Hier Größenvergleich mit Tyco F1/440x2
   

Der Maserati hat leider (für den Umbau auf Slotcar) eine sehr geringe Höhe im Bereich der Fahrzeugtaille. 
Das macht es schwierig, ein Chassis mit 9,5-10mm hohem Motor darunter zu verstecken. Schätze aber, dass ich es aber wahrscheinlich doch irgendwann ausprobieren will...
Mit einem flachen K30-Motor wäre das Metall-Modell aber etwas schwach motorisiert und weil der kleine Motor keine Magnet-Haftwirkung bereitstellt, wären wahrscheinlich zusätzlich kleine Haftmagnete nötig (was dann leider auch noch etwas Fahrleistung nimmt).
Die Ideal-Lösung Wink Shy gegen zuviel Karosserie-Masse wäre einzig ein Resine-Abguss...


BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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#2
(10-06-2026, 18:12)Hebi schrieb: ...  Der Maserati hat leider (für den Umbau auf Slotcar) eine sehr geringe Höhe im Bereich der Fahrzeugtaille. 
Das macht es schwierig, ein Chassis mit 9,5-10mm hohem Motor darunter zu verstecken. Schätze aber, dass ich es aber wahrscheinlich doch irgendwann ausprobieren will...
Mit einem flachen K30-Motor wäre das Metall-Modell aber etwas schwach motorisiert und weil der kleine Motor keine Magnet-Haftwirkung bereitstellt, wären wahrscheinlich zusätzlich kleine Haftmagnete nötig (was dann leider auch noch etwas Fahrleistung nimmt).
Die Ideal-Lösung Wink Shy gegen zuviel Karosserie-Masse wäre einzig ein Resine-Abguss...

BG
Hebi
Hallo Sportwagen-Freunde,

weil leider keine Reaktion hinsichtlich Resine-Abguss habe ich es getan...
Ein Umbauversuch des ausgefrästen Druckguss-Maserati Tipo`61 auf mein Eigenbau-Chassis #4.

Um ihn so leicht wie nur irgend möglich zu bekommen, habe ich wild darin herum gefräst. Leider bin ich an 2 Stellen so tief gekommen, dass ich erst beim von außen Draufdrücken gemerkt habe, dass nur noch der dicke Lack übrig war. Obwohl ich mir ja eine gute Wanddicken-Messmöglichkeit für fast jede beliebige Karosserie-Position gebaut hatte, habe ich es versäumt, zwischendurch häufiger zu messen. Allerdings habe ich auch die max. Dicke des Lacks unterschätzt.
Die Lehre daraus: Mit mehr Geduld und Muße fräsen und am Besten vorher den Lack abbeizen, dann hat man immer konkrete Wanddicken-Messwerte.
So hat das Projekt aber leider erst mal mit Arbeiten begonnen, die total unnötig sind. Wo die Wandstärke in den Randbereichen zu dünn war, musste ich die Löcher noch vergrößern, um einen stabilen Übergang zur Spachtelmasse zu bekommen.
Ich zeige die Bilder, um eine Möglichkeit der Reparatur aufzuzeigen, falls einem von euch mal das gleiche Missgeschick beim Ausfräsen passiert.
   

Reparatur-Unterbau aus 0,5mm PS   
   
   


Verschliffen und grundiert.
   


Etliche Stunden später, hier mit eingesetztem Chassis #4.
Wegen der max. Breite von nur 27,5mm musste ich die übliche Hinterradfelgenbreite stark reduzieren. Ansonsten ist die Maserati-Karosserie bis auf den Innenraum mit Fahrer fertig, inkl. Klarlackschutz.
Leider steht, wie im Vorbericht befürchtet, der Mabuchi-Motor über die seitliche Karosserie-Tür hinaus. Da es auch wegen der Motorbreite innen sehr eng wurde, konnte ich die (umlaufenden) Seitenscheiben einfach nicht gut genug anbringen.
   


Also doch der flache K30-Motor? Der ist aber leider für eine satte Beschleunigung einer Metallkarosserie etwas zu schwach.
Das (vorläufige) Ende meiner Überlegungen: Ein K30-Doppelmotor. Ein neues Chassis zu entwickeln macht Spass, aber auch viel Arbeit und kann totaler Blödsinn werden. 
Es sollte aber wenigstens zu einer fahrbaren Lösung mit einem ziemlich niedrigen, aber leistungsmäßig etwas stärkeren Chassis führen.

Der Prototyp, Eigenbau-Chassis #5:
Bild oben, zwei mit Tape miteinander verbundene K30-Antriebe samt Ritzel.
Bild unten, eingebaut und verkabelt. 
Da die beiden Kronenzahnräder nicht parallel zueinander stehen, muss einer der Motoren in entgegensetzter Drehrichtung laufen. Beide Motoren sind in Reihe angeschlossen. Hatte mit der Maßnahme gehofft, dass ich auf einen Zwischenwiderstand verzichten könnte, was aber bei meiner 15V-Bahnspannung leider doch nicht der Fall ist.
   
   


Das Gewicht der ausgefrästen, lackierten Karosserie.
   


Das fertige Modell.
   


Größenvergleich. Finde, dass die geringe Bauhöhe den Aufwand im Großen und Ganzen gerechtfertigt hat.
   


BG
Hebi
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#3
Seeehr coole Bastelei, Hebi! Bin beeindruckt!
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#4
Sehr sehr sehr schönes Modell!
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#5
Hallo, 

hatte den letzten Bericht in Eile geschrieben, deshalb hier noch ein paar Infos/Ergänzungen zu dem Modell...

Wegen der sehr großen Radausschnitte und weil der Maserati mit 27,5mm Breite für einen typischen Magneter relativ schmal ist, habe ich nach im Durchmesser größeren und gleichzeitig schmalen Felgen gesucht. Beim alten Tomy SG+ (Chassis aus den 90ern?) bin ich fündig geworden. Seine Vorderradfelgen mit Durchmesser 7,5mm sind ideal für beide Achsen. Nur an der Vorderachse musste ich sie von der Innenseite her noch etwas schmaler machen.
Hier im Foto noch mit überlangen Achsen.
Auf dem Bild (nicht mehr) zu sehen: Ich habe die auf den vorderen Kotflügeln vorn/unten sitzenden Scheinwerfer abgeschliffen. Sie waren ohnehin nur sehr selten auf historischen Bildern dabei. Außerdem hatten sie mir sowieso nicht gefallen... 
   

Das Komplettgewicht ist aktuell 29,0g. Fürs harte Metall-Racing ca. 6-8g zuviel. 
Man kann zwar schnelle Runden mit dem Modell drehen, aber in den ganz engen Kurven muss man sich mehr zurückhalten... 
Ohne Karosserie, bzw. mit leichter Kunststoffkarosserie, läuft das Chassis auf Anhieb schon mal ziemlich gut.
Vielleicht finde ich noch 1-2g am Chassis. Der Druckguss-Rohling wog übrigens (abgebeizt) vor dem Ausfräsen 21,5g.

Zum neuen Chassis #5 kommen in Kürze noch ein paar Bilder unter der Rubrik Antrieb und Tuning.

BG
Hebi
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#6
Das an sich ist ja schon beachtlich, was du da raus holst wenn eine fast 22g Karosse auf dem fix fertigen Auto auf 29g kommt. Da muss ja ordentlich Metall weggekommen sein Smile
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