24-11-2016, 07:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24-11-2016, 07:42 von Klenkes.)
Nachdem im Meinungs-Beitrag zum Thema „erlaubte Tuningmaßnahmen“ viele Wünsche geäußert wurden, haben wir uns entschieden, den Tyco Gran Turismo in den nächsten beiden Jahren seriennah zu fahren. Das Chassis wurde bereits im Eröffnungsbeitrag genannt: Tyco 440x2, breit.
Die erlaubten Modifikationen gehen dabei ein bisschen über die klassische Out-Of-The-Box Definition hinaus. Trotzdem ist hemmungsloses Tuning nicht vorgesehen. Wir haben uns entschieden, die OOTB Regel aufzuweichen, weil es immer schwieriger wird, in Deutschland Ersatzteile für unsere Autos zu bekommen. Die H0m richtet sich nicht nur an alte Hasen, die sich beizeiten mit Ersatzteilen bevorratet haben. Auch Einsteiger sollen die Möglichkeit haben, ihr vielleicht einziges Chassis, das den jeweils ausgewählten Rennklassen entspricht, mit wenig Aufwand reglementkonform fahrbereit zu machen.
Dazu sollen keine Bestellungen in Übersee notwendig sein. Wenn es passende Teile in der Bastelkiste gibt, dürfen diese verwendet werden. Der Seriencharakter des Chassis soll dabei aber nicht verändert werden. Die Verwendung von Teilen anderer Hersteller sind Reparaturmaßnahmen und keine Tuningmaßnahmen. Wir appellieren an Eure Fairness, nicht die Lücke im Reglement zu suchen, die es erlaubt, sich einen deutlichen Vorteil zu verschaffen. An den Chassis dürfen folgende Modifikationen vorgenommen werden
Reifen: Silikon-Reifen bis maximal Serienbreite und O-Ringe
Felgen: freie Wahl der Felgen bis maximaler Serienbreite
Achsen: freie Wahl von Material und Durchmesser
Schleifer: ausrichten und Ausfederweg beschränken
Verschleißteile: Schleifer, Schleiferfedern und Kohlen dürfen durch Teile auch anderer Hersteller, die den Serienteilen entsprechen, ersetzt werden
Karosserie: Resine-Karosserien oder Hartplastik-Karosserien anderer Hersteller, Art der Befestigung ist freigestellt. Keine Lexankarosserie. Mindestgewicht der Karosserie ist 3 Gramm. Es müssen Front- und Heckscheibe vorhanden sein. Keine Cabriolets.
Anker: wuchten ist erlaubt. Mindestwiderstand: 5 Ohm
Serienteile verschiedener Fahrzeuggenerationen und Entwicklungsstufen dürfen gemischt werden
Alle Komponenten des Chassis, des Antriebsstrangs und des Fahrwerks dürfen durch geeignete Maßnahmen spielfrei eingestellt werden. Zusätzliche Lager und Buchsen sind hierbei ausgeschlossen, Distanzscheiben und Verkleben von Bauteilen ist erlaubt. Das Chassis darf an der Unterseite plan geschliffen werden.
Auch über die Auswahl der Karosserien haben wir uns ausführlich ausgetauscht. Wie im Eröffnungsbeitrag angekündigt, fahren wir den Tyco Gran Turismo mit „GT-Fahrzeugen“ Die Definition „GT“ hat sich in der Vergangenheit so häufig geändert, dass es schwer fällt, eine knappe und eindeutige Formulierung für den Tyco GT zu finden. GT im klassischen Sinn von sportlichen Straßenfahrzeugen mit stärkerer Motorisierung sind genauso erwünscht, wie Fahrzeuge aus den FIA GT-Klassen, aber auch Fahrzeuge, die zwar nicht in GT-Rennen angetreten sind, aber optisch einem GT-Fahrzeug entsprechen. Wichtigstes Kriterium bei der Karosserie-Wahl ist, dass das Originalfahrzeug kein reines Rennfahrzeug gewesen sein darf! Openwheeler und Cabrios sind ausgeschlossen, genauso alle Fahrzeuge, die offensichtlich keine GT-Fahrzeuge sind (z. B. Trucks und Nascar). Wer für seine 440x2 Chassis keine passende GT Karosserie hat und auf ebay nicht suchen mag, bekommt mit Sicherheit am Renntag eine Leihkarosserie gestellt. Die Karosserien, die Ihr fahren wollt, müssen im separaten „Tyco-Gran-Turismo-Karosserie-Vorstellungs-Beitrag“ vorgestellt werden. Bei offensichtlichen nicht-GT Karosserien, werden die Regelwächter Einspruch einlegen. So entsteht nach und nach ein Bild des GT-Starterfeldes, an dem sich alle orientieren können.