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Neues JAG Chassis ST-7
#1
Hallo zusammen,
ich habe jetzt das relativ neue JAG ST-7 Chassis in die Finger bekommen. Eine Neuentwicklung von JAG-Hobbies aus den USA. Es ist als Austauschchassis für T-Jets konzipiert, also für Karos mit Schraubstutzen vorne und hinten, mit T-Jet-Radstand. Die VA ist umstellbar auf kurzen und langen Radstand, wie bei TJets. Es gibt noch eine Variante mit größeren Rädern (JAG ST-8), für die Aurora-slimline-Formelracer.
Ok, es ist kein Flachanker, aber im Fahrverhalten sehr nah dran. Ich habe natürlich die Variante ohne Haftmagnete genommen.... Es fährt sich wie ein gut laufender TJet! Es hat recht schwache Motormagnete, die praktisch keinen Downforce produzieren. Schnell wie Tjet und man kann sogar driften! Es lässt sich viel besser regulieren als das DK-4, das viel zu schnell loslegt und kaum langsam gefahren werden kann. Das ST-7 lässt sich so langsam wie ein Faller Blomo fahren, ich könnte mir vorstellen, dass auch Stadtbahner daran gefallen finden können. 
Der größte Vorteil ist, dass es extrem flach UND schmal ist. Das Chassis ist 8mm stark, also tiefer als die Reifen! Es ist nur 12mm breit und passt in Karos, die sonst nicht zu motorisieren waren. Ich bin ziemlich begeistert davon und werde einige MEVs vom Offroadmodus auf Normalhöhe umstellen!
Man kann bei JAG direkt bestellen. Porto ca. 23 $ unversichert, oder man kauft es bei Bauer.
Grüße Klaus


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#2
Moin Klaus,
ich habe die Chassis schon im Bauer Newsletter gesehen.
War da schon begeistert weil sie wohl nun so gut wie alles abdecken.
Christoph
Das ist der Weg
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#3
Ist zwar ein wenig Off-Topic, aber was sind die Unterschiede/Vorteile von Flachanker Chassis? Ich bin noch nie eines gefahren muss ich zugeben. Smile
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#4
(14-05-2025, 06:15)Sigi_83 schrieb: Ist zwar ein wenig Off-Topic, aber was sind die Unterschiede/Vorteile von Flachanker Chassis? Ich bin noch nie eines gefahren muss ich zugeben. Smile

Mmmmh, das ist eher eine philosophische Frage. In der Tendenz würde ich es so beschreiben ( wobei es auch hier Ausnahmen gibt):
Flachanker sind etwas softer zu fahren. Die Ankerdrehzahl kann stärker untersetzt werden, was langsameres fahren und anfahren ermöglicht. Die Magnete bringen nicht so viel Downforce wie bei Inlinern, die meistens noch Haftmagnete besitzen. Die Anordnung der Motor- Magnete ist nicht nur links und rechts, also parallel zur Stromführung ( die die Anziehung zur Fahrbahn ermöglicht), sondern im Halbkreis um den Flachanker, also über die gesamte Chassisbreite. Beim driften bleiben die Magnete lange über der metallischen Stromführung. Der Downforce reißt nicht so plötzlich ab. Beim Inliner reißt er plötzlich ab und man ist raus. Der Anker eines Flachankers nimmt mehr kinetische Energie auf. Das ist sozusagen wie eine Schwungmasse. Stellen ohne Stromkontakt werden damit leichter überwunden. Es fährt sich harmonischer……
Inliner sind i.d.R. schneller, haben wenig Auslauf und der Grenzbereich vor dem Abflug ist enger. Wie gesagt alles Geschmackssache!
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#5
Wow! Heart
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#6
Moin, kann man damit eventuell Vibrator-Chassis ersetzen?
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#7
(14-05-2025, 07:49)magnetokowski schrieb: Moin, kann man damit eventuell Vibrator-Chassis ersetzen?

Ja! Eventuell muss man die Länge der Schraubstuzen anpassen. Von der Höhe her passen die bestens.
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#8
Hi,

noch ein paar Erfahrungen mit dem ST-7 und ST-8.

Das ST-8 ist als Ersatz für das Slimline-Chassis gedacht. Der Aufbau ist zwar im Prinzip mit dem ST-7 identisch, die Hinterachse liegt aber weiter hinten, es gibt vorne 3 Achsbohrungen (die allerdings wegen der großen Räder recht hoch liegen) und die Schraublöcher liegen weiter auseinander. Es läßt sich also nicht für normale T-Jet Karosserien verwenden. Für eigene Projekte kann es aber durchaus nützlich sein, z.B. ältere Formel-Rennwagen.

Das ST-7 kann theoretisch direkt als Ersatz für ein T-Jet Chassis verwendet werden. Die guten Fahreigenschaften wurden bereits beschrieben. Meiner Erfahrung nach sind aber ein paar Anpassungen nötig. Bei meinen ST-7 streifen die Vorderreifen an den Schleifern. Da sollte JAG-Hobbies an den Felgen nachbessern. Wenn man originale T-Jet Felgen oder Vincents verwendet passiert das nicht. Allerdings ist es nicht so einfach, die Felgen von der Achse zu bekommen. Die sitzen bombenfest. Ohne Abzieher fast unmöglich die zerstörunsfrei abzubekommen. Wenn die Felgen dann von der Achse sind stellt man fest, daß der Achsdurchmesser nicht bei den für T-Jets üblichen 1,6 mm, sondern nur bei 1,58 mm liegt. Original T-Jet oder Vincent Felgen, die noch nicht auf eine 1,6mm-Achse gesteckt waren, halten trotzdem. Ich habe etliche Dash Felgen. Die müßte man aufkleben. Deshalb besser gleich die Achsführungen etwas aufbohren und 1,6 mm Achsen verwenden.

Die Schleifer sind, wie auch beim UL2 oder neueren AW, nach innen gewölbt, haben nur an einem winzigen Punkt vorne Kontakt mit dem Stromleiter. Deshalb erst einmal die Schleifer flach schleifen, damit eine größere Kontaktfläche, vorallem auch in Kurven, entsteht. Allein dadurch laufen die Chassis deutlich schneller. Es lohnt sich auch die sehr weichen Schleiferfedern zu ersetzen.
Die Schleifer sind unnötig lang, sie ragen ein wenig weiter nach vorne als die der Original T-Jets. Damit ist das ST-7 für viele MEV Karosserien ungeeignet. Schade.

Ein weiterer Punkt, der mir im Fahrbetrieb unangehm aufgefallen ist, ist der, daß die Magnetplättchen frei nach oben und unten verschiebbar sind. Es gibt keinen Anschlag nach unten. Es ist mir mehrmals passiert, daß in Kurven die Magnete vom Stromleiter angezogen wurden und sich ganz nach unten verschoben haben. Mit Magnet auf Stromleiter fährt das Fahrzeug natürlich nicht mehr... Ein dünner Streifen Plastik oder Karton aufgeklebt schafft Abhilfe.

Bis auf die Macken ist das ST-7 eine Bereicherung. Vorallem durch die kleinen Abmessungen ergeben sich für Resinatoren neue Möglichkeiten...

Grüßle

Tschi Plus
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#9
Klasse! Vielen Dank Klaus und Tschi für Eure Berichte! Sehr interessantes Chassis! Vor allem den „offenen“ Motor finde ich spannend.

Mal gucken… Ich werde mir mal ein oder zwei davon für RaS2025 bestellen (ich bin aber sicher, dass der Präsident schon welche hat… Big Grin).

Ah… ich vergaß: Wie viele Achslöcher hat das ST-7 vorne? Und: Passen auch die „alten“ T-Jet-Schleifer?
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#10
Schau doch mal bei B4SLOT im Shop da ist alles beschrieben, sind aber wieder bei den T Jet der kurze und lange Abstand.

Gruß Wolfgang
Nicht mehr zu gebrauchen ist es erst wenn keiner mehr was damit anfangen kann 
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#11
Danke für den Tipp, Wolfgang! Smile

Grüße,
Andreas
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#12
Die Schleifer sind eigens für diese Chassis angefertigt.
Auf der Ersatzteilseite von JAG-Hobbies sieht man schön die einzelnen Komponenten. Es wäre interessant auszuprobieren was die alternativ erhältlichen stärkeren Motormagnete bewirken.
https://www.jaghobbies.com/ho_slot_cars/...g-st-7.htm
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