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Weichen anschluß
#1
Hallo, am Wochenende habe ich meiner Bahn eine einspurige Weiche spendiert, nun stellt sich mir die Frage was mit den zwei Kabel? Ich möchte einen Kippschalter zum ansteuern, ist das eine gute idee und wo soll ich Strom nemen. Meine Bahn fährt mit nur einen Netzteil (15V) kann ich von da Strom abzweigen oder sollte ich besser den alten Trafo mit Gleichrichter anschließen und weniger spannug auf die Weich loslassen.



Gruß

Gunter
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#2
Hallo Gunter [Bild: hi.gif]

das mit dem Kippschalter ist keine gute Idee, denn bei Dauerstrom schmort die Weiche durch. [Bild: boos.gif] Geschaltet wird durch einen kurzen Stromstoß den man über einen Tastenschalter gibt <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/biggrin.png' class='bbc_emoticon' alt='Big Grin' /> Die Weiche stellt sich, wenn ein Auto drüberfährt automatisch zurück. 15 V ist kein Problem. Übrigens geschaltet wird mit Wechsel- und nicht mit Gleichstrom.

Walter
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#3
Hallo Gunter



Von einem Kippschalter würde ich Dir in jedem Falle abraten. Weil mit einem Kippschalter solange Strom an der Schaltspule anliegt, solange der Schalter in der Einschalt-Stellung ist. Die Folge davon ist, die Spule erwärmt sich und es kommt zu einer Deformation der Fahrbahn. Im Extremfall schmilzt der Kunststoff und es kommt sogar zu einem Loch in der Schiene.

Besser ist es hier einen einfachen Taster zu verwenden. Zum Stellen der Weiche genügt nur ein kleiner Stromstoß. Zurückgestellt wird die Weiche ja bekanntlich über den Führungsstift des abbiegenden Autos.



Der Anschluß ist einfach: Braune Leitung an den Trafo (-), blaue Leitung an deinen Taster (oder Kippschalter, wenn's unbedingt sein muß) und von da auch zum Trafo (+).



Viele Grüße

Joachim
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#4
Danke für die schnelle Antwort, Kippschalter ist gestorben es wird ein Taster verbaut denn so ne heisse Bahn brauch ich dann doch nicht <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/wink.png' class='bbc_emoticon' alt='Wink' />

Gruß

Gunter
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#5
Hallo Gunther und alle anderen, die eine Faller-Weiche betreiben wollen!



Allen elektrischen Faller-Weichen ist gemein, daß sie für Tasterbetreib ausgelegt sind. Unter der Fahrbahn ist ein kleiner Elektromagnet (also ein Eisenstift mit dünnem Lackdraht umwickelt). Ist diese Spule von einem Strom durchflossen, so entsteht ein Magnetfeld, das den in dem Führungswinkel integrierten Permanentmagneten wegstößt. Der Anschlag des Magneten ist ein Eisenstück, an dem der Magnet so kräftig haftet, daß er nicht wieder zurück zum Elektromagneten gezogen werden kann, wenn sich der Stromfluß durch die Spule umkehrt, und so auch sich die Polarität des Magnetfeldes ändert. Das Rückstellen ist rein mechanisch, wenn ein Führungsstift die Ausfahrt passiert. Dies ist auch die Erklärung, warum die Weichen auch mit Wechselspannung funktionieren, mit Gleichspannung muß man auf die richtige Polarität des Elektromagneten achten.

Ach ja, es gibt prinzipiell drei verschiedene Arten an elektrischen Weichen: Die erste Generation hat nur zwei blaue Kabel, die zweite häufigste dann zwei blaue und ein braunes, die letzte dann hat zwei Blechfänchen (gelb und blau markiert) für das Andrillen von Kabeln. Also, das braune Kabel ist sozusagen Masse, die blauen gehen dan zu den Tastern an den Fahrpulten. Es sind deshalb ursprünglich zwei, da bei Halbwellenbetrieb auch zwei Fahrpulte pro Fahrbahn verwendet werden, damit jeder Fahrer den Abzweig auslösen kann. Die erste Bauart hat hat deswegen kein braunes Kabel, da hier die "Masse" über eine Diode von dem mittleren Fahrbahnkontakt zum Elektromagnet führt. Also kann man bis auf die ganz alten Weichen, die Stellpannung elektisch von der Fahrspannung getrennt betreiben! Die letzte elektrische Bauart bietet zwei Besonderheiten; da der Blechwinkel der hier verstellt wird im Gegensatz zu dem Plastikwinkel im zurückgestellter Position noch eine Lücke im Slot offen läßt, kann man hier auch mit Doppelführungsstiften abbiegen! Die andere Besonderheit entdeckt man erst, wenn man die nun undurchsichtige Plastikabdeckung abschraubt: eine Endabschaltung des Elektomagneten! Der Stellkontakt wird in der Abfahrtstellung elekrisch unterbrochen, so daß die Spule nicht mehr vom Strom duchflossen werden kann! Bei den Weichen mit den Kabeln dran, lief man stets Gefahr mit Dauerkontakt den Elektromagneten so heiß werden zu lassen, das dieser den Kunststoff der Fahrbahn duchschmilzt oder sogar die Spule duchbrennt! Auch dürfte nun klar sein, warum man einen "Kurzen" hat, wenn man die blauen Kabel einer Weiche an + und - eines Trafos anschließt. <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/sad.png' class='bbc_emoticon' alt='Sad' />



Interessant sind aber auch die handbetriebenen Weichen, wie sie Faller zum Schluß auch baute. Diese lassen sich mit etwas Geschick durch Stellantriebe z.B. für Modelleisenbahnen nachträglich elektrifizieren, so daß man nun hin- und herstellen kann, ohne durchfahren zu müssen. Bei den Doppelstiftfahrzeugen, wie z.B. beim Containercar, kann man die Handweichen auch so verwenden, daß man est beim Rückwärtsfahren abbiegt, also so gar keine elektrische Verstelleung mehr braucht! <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/cool.png' class='bbc_emoticon' alt='B)' />



Viel Spaß mit Faller ams! <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/wub.png' class='bbc_emoticon' alt=':wub:' />



Holger aus Kassel



P.S.: Ist wirklich schön zu sehen, wie schnell hier Gunther von seiner Kippschalterabsicht abgeraten wurde! [Bild: good.gif]
Holger aus Kassel. 
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#6
[quote name='HeHo' post='17157' date='03.08.2007 - 12:39']Hallo Gunther und alle anderen, die eine Faller-Weiche betreiben wollen!



Allen elektrischen Faller-Weichen ist gemein, daß sie für Tasterbetreib ausgelegt sind. Unter der Fahrbahn ist ein kleiner Elektromagnet (also ein Eisenstift mit dünnem Lackdraht umwickelt). Ist diese Spule von einem Strom durchflossen, so entsteht ein Magnetfeld, das den in dem Führungswinkel integrierten Permanentmagneten wegstößt. Der Anschlag des Magneten ist ein Eisenstück, an dem der Magnet so kräftig haftet, daß er nicht wieder zurück zum Elektromagneten gezogen werden kann, wenn sich der Stromfluß durch die Spule umkehrt, und so auch sich die Polarität des Magnetfeldes ändert. Das Rückstellen ist rein mechanisch, wenn ein Führungsstift die Ausfahrt passiert. Dies ist auch die Erklärung, warum die Weichen auch mit Wechselspannung funktionieren, mit Gleichspannung muß man auf die richtige Polarität des Elektromagneten achten.

Ach ja, es gibt prinzipiell drei verschiedene Arten an elektrischen Weichen: Die erste Generation hat nur zwei blaue Kabel, die zweite häufigste dann zwei blaue und ein braunes, die letzte dann hat zwei Blechfänchen (gelb und blau markiert) für das Andrillen von Kabeln. Also, das braune Kabel ist sozusagen Masse, die blauen gehen dan zu den Tastern an den Fahrpulten. Es sind deshalb ursprünglich zwei, da bei Halbwellenbetrieb auch zwei Fahrpulte pro Fahrbahn verwendet werden, damit jeder Fahrer den Abzweig auslösen kann. Die erste Bauart hat hat deswegen kein braunes Kabel, da hier die "Masse" über eine Diode von dem mittleren Fahrbahnkontakt zum Elektromagnet führt. Also kann man bis auf die ganz alten Weichen, die Stellpannung elektisch von der Fahrspannung getrennt betreiben! Die letzte elektrische Bauart bietet zwei Besonderheiten; da der Blechwinkel der hier verstellt wird im Gegensatz zu dem Plastikwinkel im zurückgestellter Position noch eine Lücke im Slot offen läßt, kann man hier auch mit Doppelführungsstiften abbiegen! Die andere Besonderheit entdeckt man erst, wenn man die nun undurchsichtige Plastikabdeckung abschraubt: eine Endabschaltung des Elektomagneten! Der Stellkontakt wird in der Abfahrtstellung elekrisch unterbrochen, so daß die Spule nicht mehr vom Strom duchflossen werden kann! Bei den Weichen mit den Kabeln dran, lief man stets Gefahr mit Dauerkontakt den Elektromagneten so heiß werden zu lassen, das dieser den Kunststoff der Fahrbahn duchschmilzt oder sogar die Spule duchbrennt! Auch dürfte nun klar sein, warum man einen "Kurzen" hat, wenn man die blauen Kabel einer Weiche an + und - eines Trafos anschließt. <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/sad.png' class='bbc_emoticon' alt='Sad' />



Interessant sind aber auch die handbetriebenen Weichen, wie sie Faller zum Schluß auch baute. Diese lassen sich mit etwas Geschick durch Stellantriebe z.B. für Modelleisenbahnen nachträglich elektrifizieren, so daß man nun hin- und herstellen kann, ohne durchfahren zu müssen. Bei den Doppelstiftfahrzeugen, wie z.B. beim Containercar, kann man die Handweichen auch so verwenden, daß man est beim Rückwärtsfahren abbiegt, also so gar keine elektrische Verstelleung mehr braucht! <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/cool.png' class='bbc_emoticon' alt='B)' />



Viel Spaß mit Faller ams! <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/wub.png' class='bbc_emoticon' alt=':wub:' />



Holger aus Kassel



P.S.: Ist wirklich schön zu sehen, wie schnell hier Gunther von seiner Kippschalterabsicht abgeraten wurde! [Bild: good.gif][/quote]







Hallo Holger,



super Tipps, habe ich mir gleich ausgedruckt !



gruß

Rolf
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#7
Danke für die ausführliche erklärung [Bild: good.gif] [Bild: good.gif]



Gruß

Gunter
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