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tjets-lust oder frust?
#4
Moins,



nachdem wir wieder angefangen haben, haben wir uns auf Tomy Turbo und Tomy SRT gestürzt. Aus Nostalgiegründen habe ich mir wieder einen T-Jet zugelegt, und die Kollegen waren davon total begeistert.



Die Gründe für die Begeisterung:



1. Nicht ganz so brutal schnell

2. Schöne Drifts sind möglich

3. Teilweise Zeitdifferenzen bei 5 min. Rennen von wenigen hundertsten Sekunden

4. Auch wenn man mal abfliegt, Chaostaste rein, Wagen wieder aufstellen, weiterfahren

5. Keine Fehlmessungen mit RaceControl.



Vor zwei Jahren hätte ich auch noch gesagt: Bähh, T-Jet, langweilig. Mittlerweile fahren wir nichts anderes mehr. Auf dem RWE in Neumarkt 2005 musste ich mich auch belehren lassen, Claus Heupel hat mich in einem 2 min. Turn mindestens 6-mal überrundet. Könnte auch 8-mal gewesen sein, ich war jedenfalls schon ein bisschen frustriert.





Die Gründe waren wohl:



1. Sein T-Jet lag brutal besser

2. CH ist der bessere Fahrer

3. Sein T-Jet ging brutal ab



Nach dem RWE bin ich erstmal in mich gegangen und habe überlegt, woran das jetzt lag.

Dann habe ich alle meine T-Jets auf die Gerade gestellt, und Zeiten gemessen. Anschliessend die Dinger gereinigt, das brachte schon etwas, war aber noch nicht das Ergebnis, was ich haben wollte.



1. Chassis säubern: Zuerst habe ich mit einem Spezialreiniger das Messing wieder blank gemacht. CH erwähnte etwas mit Essigessenz? Da gibt es wohl mehrere Möglichkeiten.



2. Chassis säubern: Anschliessend das vorgereinigte Chassis ins Ultraschallbad mit etwas Pril. Entfettet das Chassis, und man wundert sich schon, wieviel Staub in so nem Dingen hängt.



3. Magnete ausmessen - Lineal auf dem Tisch, Kompass am Linealende und den Magnet so lange auf den Kompass zuführen, bis die Nadel auslenkt. Die Distanz dafür notieren. Gleiche Magnetstärken in das selbe Chassis eingebaut



4. Freigängigkeit des Ankers prüfen: Einige T-Jets hatten an der Ankerwelle (welches unten in das Chassis zeigt) nen Grat. Diesen entfernt und vorsichtig abgeschmiergelt.



5. Kohlen: Die Originalkohlen sind überaltert und Schrott. Rausgeworfen und neue Kohlen eingesetzt.



6. Anker sauber machen: Dafür habe ich nen Spezial-Kontaktreiniger für Kollektoren.



7. Kohlenanpressdruck prüfen: Gaaaanz wichtig. Ist der Anpressdruck zu hoch, fährt das Chassis zu langsam, ist er zu niedrig, fällt es zeitweise aus oder läuft garnicht.



8. Zusammenbauen und mit wenig Öl das Chassis versorgen. Jedes bewegliche Teil sollte geölt werden. Aber natürlich nicht ertränken.



9. Die Originalfelgen sind Müll, raus damit. Vincent Standard mit Silikonreifen drauf. Sehen schöner aus, fährt sich besser. Die Vorderachse muß dafür etwas gekürzt werden.



10. Chassis einlaufen lassen: Nach 10 Minuten einlaufen kontrolliere ich den Anker auf Verschmutzung. Ist er wieder zu schwarz geworden, verringere ich den Kohlenanpressdruck.



11. Stimmt immer noch irgendetwas nicht damit, messe ich noch den Anker durch. Ist aber auch nur eine Hilfe für defekte Anker, hat bei mir nie etwas gebracht.



12. Durchwechseln der Ankerplatten durch die Chassis kann noch ein Quentchen mehr Drehzahl rauskitzeln.



13. Den Body massiv abgestimmt tief setzen. Die Schrauben nicht ganz anziehen, damit er noch etwas kippeln kann.



Grundsätzlich gilt aber: T-Jets sind wartungsintensiv. Ein gut gepflegtes und eingefahrenes T-Jet kann der Knaller sein und tierisch Spaß bereiten.





Mir macht das Ausprobieren und Basteln richtig Laune, daher liebe ich mittlerweile die Dinger. Meine Motivation: Beim nächsten RWE nicht 6-mal von Claus Heupel überrundet zu werden. <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/biggrin.png' class='bbc_emoticon' alt='Big Grin' />





Viele Grüsse

Daniel
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tjets-lust oder frust? - von camaromax - 28-11-2005, 19:26
tjets-lust oder frust? - von Nossy - 29-11-2005, 00:47
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