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Circuit de Malomi, die Kleine Renn- & Testbahn im Bau
#14
Hallo zusammen,

derzeit befasse ich mich etwas mit der Regeltechnik. In der Sparte Elektronik fand ich gestern einen sehr interessanten Bericht ( heute finde ich den schon wieder nicht, muß noch mal genauer schauen ) da ging es um die Widerstände in den Reglern selbst. Inzwischen habe ich mehrere Anschlußschienen, sowie 2 verschiedene Arten von Regler, die Original Faller und die Aurora.

Grundsätzlich versuche ich eigentlich immer erst mal, mit dem bestehenden Material das Optimum herauszuholen, bevor ich mir weiteres zulege, aber dazu später mehr. Ich weiß, Ihr habt das ja alles schon durch und besprochen, natürlich lege ich auch sehr auf Eure Meinungen wert, allerdings um überhaupt nachzuvollziehen von was Ihr da genau redet, ist es für einen Laien immer noch besser das Ganze selbst auch mal Praktisch nachzuvollziehen.

Nun erstmal zu meinen Tests. Alle Tests mit Serien Flachankermotoren ( was anderes habe ich noch nicht )
Im Moment ging es mir erst mal um einen 2 Auto Betrieb, da die 4 Auto Betrieb mit der Halbwellen Technik mehr Tücken als erwartet aufweist.

Vorraussetzung:
- Um die Werte zu ermitteln habe ich die Regler jeweils zerlegt und direkt gemessen. Bei der Gelegenheit auch gleich gereinigt und ggf. nachjustiert.
- Testtrafo 0-14V =, regelbar / 0,7 Ampere, aus einem Fleischmann Trafo  6735.
- Auf einen Gleichrichter kann in dem Fall komplett verzichtet werden.
- 1 Testfahrzeug, um gleiche Bedingungen zu haben.

Die beiden Regler haben einen Widerstandswert zwischen 59 und 62 Ohm.

Fahrtest mit voller Spannung ( 14 Volt )  ergaben das man das Auto damit nicht langsam steuern kann, sondern mit ca 1/3 Geschwindigkeit losbrausten, bei kleinstmöglichster Drückerstellung.
Bei ca. 9 bis 10 Volt waren die Autos sehr feinfühlig regelbar, was aber natürlich auf die Endgeschwindigkeit ging.

Erkenntnis 1: Der Widerstandswert alleine ist nicht ausschlaggebend für das Fahrverhalten, sondern die Kombination der Spannung und des Widerstandswertes.

Erkenntnis 2: Die Widerstände des Aurora Reglers können etwas mehr Leistung als die Faller Regler aufnehmen, da der Draht der Wicklung auch wesentlich dicker ausgeführt ist.

Erkenntnis 3: Bauartbedingt ergeben sich Tolerzanzen, von Regler zu Regler unterschiedliche R Werte.

Fazit: Für kleinere Bahnen, auf denen man sowieso die Endgeschwindigkeit nicht ausreizen kann eventuell eine Variante.

[Bild: 9315-0459d82b.jpg]

Der selbe Test dann mit den Faller Regler. Hiervon habe ich insgesamt 4 Stück. Die Meßwerte ergaben einen Widerstandswert zwischen 160 und 180 Ohm, da gibts schon erhebliche Toleranzen. Selbe Anschlußschiene, wieder Trafo voll aufgedreht, fährt das Auto bei ca 5mm Drückerweg schön langsam und feindosierbar los, und läßt sich bis zur Endgeschwindigkeit recht gut regeln.

Fazit: Das Auto läßt sich mit Faller Drücker, bei 14 V auf jeden Fall besser und feinfühliger als die Aurora Drücker bei angelegten 14 Volt.
Für eine kleine Rennbahn eigentlich eine recht gute Kombination, wenn man die Endgeschwindigkeit ausreizen möchte. Weiterer Vorteil, ist auch die minimale Kabelage, gegenüber der anderen Anschlußschiene in Kombination mit Gleichrichter, oder Universalschaltgerät. Je mehr Steckerkontakte und Bauteile, je mehr mögliche Störquellen.


[Bild: 9316-5650ddab.jpg]

und noch ein Test dieses mal mit einer anderen Anschlußschiene und dem Universalschaltgerät 4019 ( Bild zeigt Halbwellenbetrieb, 4 Autos ), angeschlossen an 14 V~/ 0,7 Amp.
Das Fahrverhalten im 2 Auto Betrieb verhält sich ähnlich wie im Test zuvor mit der anderen Anschlußschiene und reinem Gleichstrom, unterschied die Kabelage ist aufwendiger und durch die  Selenplättchen im Universalschaltgerät geht ein wenig Spannung verloren. Mit den Aurora Regler ist das Fahrverhalten, ähnlich wie beim ersten Test. Weiterhin nachteilig, es gibt wesenlich mehr Steckverbindungen und Bauteile, was wiedrum zu unnötigen Fehlerquellen führen kann.

[Bild: 9317-a6d3406c.jpg]

Im 4 Auto Betrieb angeschlossen für beide Fahrtrichtung, ist ein Fahren mit nur einem Trafo und einem Universal Schaltgerät nicht wirklich sinnig und macht durch rapide Spannungsabfälle keinen Spaß, die Autos sind einfach unkontrollierbar.
Im 4 Auto Betrieb angeschlossen je Fahrtrichtung, mit jeweils einem Trafo und einem Universal Schaltgerät ist um einiges besser als die Konfiguration zuvor, die Autos sind in gewissem Sinn kontrollierbar, aber auch nicht wirklich die Lösung. Feindosierend, oder Langsamfahren ist fast unmöglich.

meine persönliche Gesamterkenntnis:
beschränkt auf Flachankermotoren Serienmäßig

Rennbahn, Stromversorgung
Bei einer Rennbahn würde ich auf Gleichrichter und andere Bauteile auf jeden Fall verzichten und ein regelbarer Trafo, oder besser ein regelbares Netzteil verwenden. Je weniger Bauteile und Steckverbindungen, umso weniger mögliche Störquellen.

Rennbahn, Regler

Wie sich bei meinen Tests herausstellte, ist der Widerstand des Reglers immer auch ein wenig abhängig von der verwendeten Spannung. Benutzt man also eine konstante Spannung, muß man der Widerstandswert des Reglers für höchstmöglichste Geschwindigkeit und Feinfühligkeit angepasst werden. Ein Wert zwischen 90 und 120 Ohm, wie sie hier oftmals angegeben wurden, kann ich also auch nur bestätigen.

Anmerkung zu den Reglern allgemein:
Aufgrund, des Aufbaues mit dem gewickelten Widerstandsdraht und mechanischen Komponenten, habe diese Regler einige Toleranzen. Für Ottonormalfahrer, wie mich reicht das aus, wenn ein gewisses Toleranzmaß nicht überschritten wird.


Stadtverkehr, Stromversorgung
Möchte man nur im 2 Auto Betrieb fahren, Regler und einstellbare Stromversorgung, ist hier eine brauchbare Kombination.
Im 4 Auto Betrieb, ist die Lösung Universalgerät und Trafo je Fahrbahn separat eine halbwegs brauchbare Lösung. Universalgerät und Trafo für beide Fahrbahnen zu verwenden jedoch nicht brauchbar, da nicht ausreichend kontrollierbar.

Für Stadtverkehr ist es in der Tat wohl vernünftiger gleich auf Digitaltechnik umzurüsten, damit wäre eine ordentliche Steuerung aller Fahrzeuge machbar.

Aufgrund, der v.g. Problematiken habe ich mich nun erstmal für den Bau einer Rennbahn, auf der nicht professionelle Rundenzeiten, sondern der Spaßfaktor im Vordergrund steht entschieden.

Mit dem Thema Stadtbahn werde ich mich dann, wenn ich etwas mehr Erfahrungen gesammelt habe ggf. nochmal widmen.
mfg Manuel

Der Anfänger Wink

Bau nicht schneller, als Dein Sekundenkleber trocknen kann
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