Hallo,
@Dominik:
a) Die Wickelmaschine verwendet einen Schrittmotor um den Anker zu drehen und einen zweiten Schrittmotor, den Spoolstepper, um nach jeder Umdrehung des Ankers die Drahtführung um den Drahtdurchmesser zu versetzen. Nach dem Erreichen des Spulenendes kehrt der Spoolstepper die Drehrichtung um und wickelt die nächste Wicklungslage zurück zum Anfang der Spule. Die Schrittmotoren sind synchronisiert und ja, der Draht wird maschinell geführt.
b) Die Zugspannung wird bei der Maschine mit einem "felt tensioner" erzeugt, der Draht wird durch zwei Filzscheiben gezogen deren Anpressdruck über eine Feder manuell einstellbar ist. Dabei wird er gleichzeitig auch gereinigt. Hier nochmal ein Bild der Drahtführung aus "Wind it up".
![[Bild: attachment.php?aid=13284]](https://www.h0slot.eu/attachment.php?aid=13284)
Als Amateur und Hobbist im Ankerwickeln kenne ich neben den von hebi perfekt aufgezeigten Arten des Ankertunings noch sogenannte double layer oder triple layer Anker. Beim double layer z.B. wird ein Draht der benötigten Länge in der Mitte durchtrennt und die beiden Drahthälften werden parallel auf einen Pol aufgewickelt. Die Halbierung des Drahtes führt zu einer Verdopplung des Stromes durch diesen Draht, die Parallelschaltung der beiden Drahthälften schließlich zu einer Vervierfachung des Stromes und somit des Magnetfeldes des Ankers.
Aber, und das gilt für alle Formen von Tuningsarbeiten, jetzt kommen die Magnete ins Spiel. Wenn die Feldstärke der Magnete sich nicht ändert, kann die Feldstärke des Ankers in vielen Fällen nicht ausgenutzt werden, das entsprechende Gegenfeld fehlt und die Energie schlägt sich oft zum großen Teil in der Erwärmung des Ankers nieder. Für ein optimales Ergebnis ist es m.E. genauso wichtig, die Feldstärke der Magnete an die Feldstärke des Ankers anzupassen.
Eine weitere und oft einfachere Möglichkeit die Motorcharakteristik zu ändern ist es, den Kommutator zu verdrehen, damit verändert man den Zeitpunkt, das Timing, indem der Pol eingeschaltet wird. Eine Frühzündung resultiert in einer höheren Drehzahl, während eine Spätzündung sich in einem höheren Drehmoment niederschlägt. Hier noch ein Bild von "getimeden" Pancake-Comms.
Timing.jpg (Größe: 26,38 KB / Downloads: 117)
Viele Grüße
finbar
@Dominik:
a) Die Wickelmaschine verwendet einen Schrittmotor um den Anker zu drehen und einen zweiten Schrittmotor, den Spoolstepper, um nach jeder Umdrehung des Ankers die Drahtführung um den Drahtdurchmesser zu versetzen. Nach dem Erreichen des Spulenendes kehrt der Spoolstepper die Drehrichtung um und wickelt die nächste Wicklungslage zurück zum Anfang der Spule. Die Schrittmotoren sind synchronisiert und ja, der Draht wird maschinell geführt.
b) Die Zugspannung wird bei der Maschine mit einem "felt tensioner" erzeugt, der Draht wird durch zwei Filzscheiben gezogen deren Anpressdruck über eine Feder manuell einstellbar ist. Dabei wird er gleichzeitig auch gereinigt. Hier nochmal ein Bild der Drahtführung aus "Wind it up".
Als Amateur und Hobbist im Ankerwickeln kenne ich neben den von hebi perfekt aufgezeigten Arten des Ankertunings noch sogenannte double layer oder triple layer Anker. Beim double layer z.B. wird ein Draht der benötigten Länge in der Mitte durchtrennt und die beiden Drahthälften werden parallel auf einen Pol aufgewickelt. Die Halbierung des Drahtes führt zu einer Verdopplung des Stromes durch diesen Draht, die Parallelschaltung der beiden Drahthälften schließlich zu einer Vervierfachung des Stromes und somit des Magnetfeldes des Ankers.
Aber, und das gilt für alle Formen von Tuningsarbeiten, jetzt kommen die Magnete ins Spiel. Wenn die Feldstärke der Magnete sich nicht ändert, kann die Feldstärke des Ankers in vielen Fällen nicht ausgenutzt werden, das entsprechende Gegenfeld fehlt und die Energie schlägt sich oft zum großen Teil in der Erwärmung des Ankers nieder. Für ein optimales Ergebnis ist es m.E. genauso wichtig, die Feldstärke der Magnete an die Feldstärke des Ankers anzupassen.
Eine weitere und oft einfachere Möglichkeit die Motorcharakteristik zu ändern ist es, den Kommutator zu verdrehen, damit verändert man den Zeitpunkt, das Timing, indem der Pol eingeschaltet wird. Eine Frühzündung resultiert in einer höheren Drehzahl, während eine Spätzündung sich in einem höheren Drehmoment niederschlägt. Hier noch ein Bild von "getimeden" Pancake-Comms.
Timing.jpg (Größe: 26,38 KB / Downloads: 117)
Viele Grüße
finbar

