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Eigenbau-Chassis #3, schmal, für 67er Lotus
#10
(26-06-2025, 04:11)Loddar M schrieb: Jou von links nach rechts fehlen 2mm Schleiferbreite
Wie wäre es mit nem Slide-Gide wie bei Tyco Pro??

(26-06-2025, 11:57)Bon_Slott schrieb: Was spricht dagegen, den Führungsstift 2-4mm nach vorne zu setzen?
Hi ihr Beiden,

@ Lothar
Top! Die Slide-Gide Idee ist mir noch nicht gekommen... 
Die Schleiferproblematik wäre, zumindest hinsichtlich mittig über den Stromschienen positioniert bleiben, gelöst!
Geht aber leider mit dem Chassis in dieser Ausführung nicht mehr, ohne das die Fahrzeugnase vorne deutlich höher werden würde. Damit könnte ich die niedrige Lotus 49-Optik nicht mehr halten. Die aktuelle Bodenfreiheit liegt vorne z. Zt. bei nur 0,7mm.

Hätte ich von vornherein einen Slide-Gide mit eingeplant, hätte die Chassis-Grundplatte vorne eine höhere "Etage" gebraucht, um diese drehbare Schleifereinheit darunter zu realisieren. 
Weil die Karosserie aber besonders vorne so schmal ist, ist schwer zu sagen, ob ich das stabil genug hin bekommen hätte, ohne das die momentan so schön tiefliegende Lotus-Nase, nicht doch etwas zu hoch gekommen wäre...


@ Dominik
Ist nicht so ganz einfach zu beantworten, weil ein paar (zu viele) Faktoren da reinspielen... 

Der Führungsstift sollte optimalerweise immer nahe der Mitte der kompletten Schleiferauflagefläche liegen (von der Fahrzeugseite auf das Modell gesehen). Das ist hier auch der Fall, zumindest dann, wenn die Schleifer entsprechend genau gebogen sind. 
Von der Fahrzeugfront ausgehend, wird der Schleifer erstmal nach unten zur Stromschiene geführt, ehe es überhaupt zu Kontakt kommt.
Nach etwa 5-6mm kommt es dann zum Kontakt bis zum Ende des langen Schleifers. 

ABER, meine Bahn ist nicht topffeben
1. Wegen der Übergänge in Steigungen/Gefälle + einzelne eingestreute Steilkurensegmente (teils genutzt als Übergang in eine Steigung) ist auf meiner Anlage die ständige volle Auflage des Schleifers gar nicht immer möglich. 
Dazu kommt noch, dass sich Höhenveränderungen im Fahrbahnniveau besonders in den Kurvenstücken einfach und realitätsnah einbauen lassen. Und das habe ich bei meiner Anlage in reichlichem Maße gemacht.
2. Außerdem, durch das wiederholte rumprobieren und durch Abflüge kommt es immer mal dazu, dass die Schleifer-Einstellung nicht mehr ganz stimmt. 
3. Die Fahrdynamik mit Querbeanspruchung an den starren, in sich selbstfedernden Schleifern (weil flachste Schleifer-Bauweise) tut auch noch das Ihrige, dass sich die Scheifer-Einstellung ein wenig verändern kann.
4. Das System mit dem ins Chassis eingeschobenen oberen Schleiferende hat natürlich auch ein paar Zehntelmillimeter seitliches Spiel, sodass der Schleife an seinem hinteren Auflageende etwas nach links oder rechts "wedeln" kann. Das ist im ungünstigsten Fall eine weitere Quelle von Kontaktstörungen.
5. Die 3mm Breite der Edelstahlschleifer ist einfach zu gering. Auch das Federverhalten der ist leider (für meine Bahn) etwas zu hart/gering.
6. Die Fotos zeigen nur eine zufällige Schleiferstellung-Konstellation. Je nach Kurve oder nach engen Schikanen sieht das Verklemmen der Schleifer wieder ein wenig anders aus.

Bei all dem würde ein verlagern des Führungsstiftes im Grunde die Probleme nur verschieben, aber nicht lösen.
____________________________________

Alternativ habe ich ein flaches Tyco-Testoval (ca. 2,10 x 0,47m) mit beidseitigen Steilkurven aufgebaut. 
Da läuft der Lotus mit viel Speed einwandfrei!!! 


Im Moment schiebe ich wegen der Schleifer-Problematik etwas Frust, die Lust am Weiterbau des Lotus ist gerade auf dem Tiefpunkt, zumal mir heute auch noch der schöne 5-polige Sol-Motor (4V) eingegangen ist.
In Reihenfolge:
- Nach dem heutigen Testen (wiederholte Schleiferklemmer) wurde der Motor wieder sehr heiß.
- Danach nochmal den Motor mit Getriebe und Hinterachse auf meinem Chassis-Teststand mit neuer Messingschwungmasse geprüft: bei 15 Volt, 11000 Umdr/Min an der Hinterachse (Motor ca. 34500 Umdr/Min), Temperatur gering.
- Dann noch etliche Highspeed-Runden (bei ebenfalls 15V) durchs Testoval. Das wars dann leider! 
Die Geraden gingen voll, die Steilkurven fast. Ich vermute, dass die ständige Vollgas-Beschleunigung aus den Steilkuven heraus ihn wahrscheinlich gekillt hat. Die Fahrzeugmasse mit der Teil-Metallkarosserie selber zu anzutreiben, dazu die Haftmagnete um das Modell auf der Bahn zu behalten, plus 2x pro Runde erneut zu beschleunigen ist halt was anderes als eine Rolle eines Prüfstandes anzutreiben, wo nur am Anfang 1x hoch beschleunigt wird. 
Schade, der Kleine war mir schon ziemlich ans Heart gewachsen... 
Da hat der Prophet Michaelo doch recht gehabt!!!

Die nächsten Schritte:
- Ich habe noch einen 30K-Motor. Der ist etwas anders in der Bauform, 6mm flach. Dafür muss ich erstmal die Mulde im Chassis zuspachteln, damit das Motorritzel genau auf die Hinterachshöhe kommt.
- Dann kommt demnächst das 0,1mm Kupferblech. Daraus werde ich richtig breite Schleifer schnitzen, die dann weniger Länge haben müssen. Außerdem erhoffe ich mir von dem Kupferblech ein weicheres Federverhalten als von den harten Edelstahlschleifern.
-Und ich hoffe, das es mir gelingt, den kleinen, 7mm runden 5-Poler vorsichtig zu öffnen, ohne das er zu sehr beschädigt wird. Bin echt gespannt, wie "groß" der Anker, bzw. die Magneten sind.

BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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RE: Eigenbau-Chassis #3, schmal, für 67er Lotus - von Hebi - 27-06-2025, 00:18

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