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06-02-2021, 18:03
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06-02-2021, 18:25 von Ulrich.)
Rennwagen ... da findet sich in meiner Kruschtelkiste aus Scheunenfund ("Bahn in Scheune" Rückbau) ein verstaubter GTO.
Bei genauerem Hinsehen ist er lackiert, hatte also diese gruselige Eierpampefarbe, die Aurora in den Sechzigern so großzügig in die Gussformen geleitet hatte und ein ehemals jugendlicher Enthusiast hat sich große Mühe gegeben, das Modell zu "italisieren".
Gut gemacht, also wollte ich es gerne so konservieren. Tante Tilly's Spülschaum ist da nur dezent anzuwenden, sonst ist das Herstellerzeichen hinten weg. Kurz eingeweicht, mit Stäbchen nachgewischt, abgespült - gutes Ergebnis ... erfreulich.
Das Modell an sich ist im Gegensatz zur Faller'schen Eleganz etwas kastig geraten, deutlich größer und breiter. Muss auch ein Mordsmotor drunter, der T-Jet, hier mit den Vollnieten. Kupfer und Nieten schwarz, Lebenszeichen Fehlanzeige.
Ich reiss das Ding auseinander, dabei fällt mir auf, das der frühere Bearbeiter Chassis und einen Schleifer gezeichnet hat mit roter Farbe. Mir dämmert, das hier diese vorsintflutlichen offenen Diodenschleifer passen könnten, die ich bisher immer einer Frühphase von Faller zuordnen wollte - ausprobiert, und tatsächlich - passt. Also sind die Amis damals auch schon Halbwelle gefahren.
Der Motor selbst bietet wenig Geheimnisse - sauber machen, Kohlen putzen, Kollektor reinigen, alles ölen, wieder zusammenbauen - und fertig. Das Ding läuft am Tester, auf der Bahn quietscht es gehemmt. Was zum Teufel ... und das am Samstag ... ???
Nach einigem Herumgesuche finde ich, das die Ankerwelle in einem unten offenen Loch im Chassis verankert ist. Sieh an, Öl rein - läuft viel besser, quietscht aber immer noch. Alles auseinander gerupft, Ankerwellenaufnahme von innen nach aussen geölt. Kollektor nach oben gedrückt, das Ritzel hebt sich von der Platte ab, Zwischenraum zwischen Ritzel und Platte mit Kontaktöl behandelt. Alles wieder zusammengebaut - Ssssssst.
So einfach kann das sein.
Grüße
Ulrich
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06-02-2021, 18:15
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06-02-2021, 18:16 von cw658.)
Äußerst schick!
Ölen ist bei den Motoren dort immer ein Muss.
Das meiste Gequietsche kommt von dort - meine Erfahrung jedenfalls.
Und wenn er denn schonmal rot war, dann hätte ich das auch so gelassen.
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so einer steht bei mir auch noch rum, allerdings blau mit dem Pinsel lackiert  aber wenn ich deinen jetzt so sehe
bis dann
Hermann
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Hi Ulrich,
schönes Teil, die Chassis mit geschlossenen Nieten laufen oft besser wie die mit offener Nietung.
Habe schon einige T-Jet wieder flott gemacht, zu allererst auseinander rupfen und die Wanne kompl.
mit Schleifern in Essigessenz über Nacht, FELGEN OFT DRANGELASSEN NIX PASSIERT:
danach Deine Schritte ausgeführt, Dinger liefen wieder super.
LG,
Hans
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diodenschleifer frühphase von faller ?
ich lach mich weg , die hatte aurora schon zum 4 autos 2 spuren fahren
da wusste man bei faller noch nicht mal das man einen flachanker raubkopieren wird , hahaha ...
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Für die T-jets gibt es doch diesen schön illustrierten Schmierplan, den findet man immer wieder im Netz.
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07-02-2021, 00:50
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-02-2021, 00:56 von Ulrich.)
Krieg Dich wieder ein Sven  soooo alt bin ich ja auch noch nicht das ich das wüsste
Hast Du diesen Schmierplan, von dem Christian spricht? Habe inzwischen noch eine Schmierstelle gefunden, der Zapfen des hinteren Ritzels das in das Kronrad eingreift, steckt auch in einer geschlossenen Buchse, sollte wohl auch ein Tröpfchen Öl hinein?
Grüße
Ulrich
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wenn Du denn mal in Dein Postfach kucken würdest lieber Ulrich......
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... auf dem Weg!
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07-02-2021, 11:10
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-02-2021, 11:20 von Ulrich.)
... und ich dachte, mein "Scheunen-Maserati" wäre was Besonderes ...  ... gibts den immer noch oder nur antiquarisch?
Den "Nippel" zwischen den Kohlengruben kannte ich nicht, muss relativ viel rein, musste zweimal nachölen, bis Ruhe war. Der Kollektor war fest, ich hab ihn hochgedrückt und den entstehenden Spalt zwischen Antriebsritzel und Platte mit Caramba Kontaktöl geflutet. Danach war wieder alles frei.
Grüße
Ulrich
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was ein geiles foto bzw szene .
so realistisch und man nimmt den blockmotor null als fremdkörper war .
wirklich suuuper ...
in ebay wird der schöne maserati ja oft als volvo betitelt
für mich eins der schönsten aurora modelle und auch noch erschwinglich die originale
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Es gibt in 1:1 eine ganz nette Parallele zwischen dem (über-) komplizierten Faller Engineering und der extrem robusten US-Flachankerkonstruktion. Vor vielen Jahren habe ich im Spaß mal einem guten amerikanischen Freund in den USA das "Made in Germany" am Beispiel "Mercedes & Co" unter die Nase gehalten. Das ging nach hinten los.
Er hat ganz cool damit geantwortet, dass ihm im gesamten US-Straßenbild nur deutsche Autos (namentlich die von mir bemühte alte S-Klasse und natürlich auch BMW's) mit bläuendem Auspuff ins Auge springen würden. Kein Mustang oder sein geliebter Cougar würden sich unabhängig vom Pflegezustand je so gebärden. Ich hatte dann Gelegenheit, diese These in einigen tausend Meilen zu überprüfen, und er hatte recht. Ganz zu schweigen von schlecht eingestellten Rußdieseln aus Ingoldstadt.
Und wenn man dann tiefer in die Konstruktion der hochtourigen deutschen Motörchen (W 108 bis 6500 U/min) und ihrer Ventilschaftabdichtungen eintaucht, dann ist man auf einmal bei Aurora versus Faller F x,y,z 13 einhalb.
Na ja Autos war gestern, heute zeigen wir der Welt wie man Pandemien bekämpft
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Ja, die Corvette und vor allem die Cobra - Fahrer haben sich jahrzehntelang totgelacht. Hier overengineerte Porsche, kompliziert bis dort hinaus, da ein Bigblock, ein paar Vergaser, die Sprit reinschütten - und wusch, weg war die Cobra oder die Corvette, dem Horizont entgegen und der arme Porsche fuhr traurig hinterher ... .
Die europäische Hubraumsteuer ... .
Grüße
Ulrich
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07-02-2021, 15:17
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-02-2021, 15:26 von historic-route-66.)
(07-02-2021, 15:02)oder die Corvette, dem Horizont entgegen und der arme Porsche fuhr traurig hinterher ... . schrieb: Bis zur ersten Kurve,dann verging dem blattgefedertem Corvette Fahrer das Lachen  Und noch was Ulrich:
der in deinem #1 Post erwähnte Diodenschleifer ist ein Selenschleifer! Mir ist übrigens von Aurora dieser m.W. nur für Europa produzierte Selenschleifer bislang in keiner US ET Liste untergekommen.Genau so wenig wie eine vierfach Anschlussschiene für 4 Autos auf 2 Spuren.Dann hätte es ja auch nur mit Vibrator Trafos funktioniert,wegen Wechselstrom und so.Also eher unwahrscheinlich!
Ich meine,diese Schleifer wären nur für den Gebrauch auf Faller (ähnlichen) Systemen gemacht worden.
Irgendwo habe ich noch eine deutsche Beschreibung von den Dingern. War das der Hersteller oder nur ein Händler?
Muss mal suchen gehen...
Gruss
Michael
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07-02-2021, 16:21
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08-02-2021, 00:05 von Ulrich.)
Danke Michael, diese Historie ist hochinteressant! Die "Scheune Autobahn + Bergstrecke"-Bauer, von denen ich die Sachen habe, waren echte Freaks. Die haben die Auroras bestimmt in Jagdrennen gedroschen ... .
Grüße
Ulrich
P.S. Die Amis bauen keine Autos für Kurven, gibts da nicht  Beim Pikes Peak legen sie sich allerdings ins Zeug, Geradeaus wäre da fatal ...  .
Da greifen sie dann zu europäischen und asiatischen Rallye-Kleinwagen ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Pikes_Peak...Hill_Climb
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07-02-2021, 23:47
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-02-2021, 23:49 von sven.)
soso ... der michael ..
ich hab alle meine antiken auroras in usa gekauft in holland kauf ich höchstens gras oder käse .
einige male hatt ich diese schleifer bzw einen dran ...
von den niederlanden extra nach usa exportiert ?
und vierspurige aurorabahnen gabs nur in holland ?
halte ich für sehr unwahrscheinlich diese , deine thesen ...
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Seid ihr sicher das die nicht von ModelMotoring stammen??
Soweit ich weiß haben die ja auch in Holland produziert.
Geht nicht, gibts, nicht
Schöne Grüße
Lothar
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08-02-2021, 07:05
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08-02-2021, 07:10 von historic-route-66.)
Moin Lothar!
Genau,in Nijkerk war die Europazentrale!
Von da habe ich auch viele Sachen mit Made in Nijkerk gekennzeichnet in meiner Sammlung.
Aber von den Schleifern hatte ich bislang nur die deutsche Beschreibung eines Händlers/Herstellers.
Mir liegt zumindest keine amerikanische Liste mit Ersatz oder Zubehörteilen vor,wo diese Selenschleifer gelistet wären.
@ Sven:
Du musst richtig lesen!
Du selbst hast geschrieben 2 Autos hintereinander fahren pro Spur,also 4 Autos auf einer 2Spurbahn.DeinPost #5.
Aber das setzt voraus,dass du 4 Regler anschliessen kannst und einen Wechselmstromtrafo hast,so wie er bei den Vibrators zum Einsatz kam.
Beides ist mir nicht bekannt oder in irgendeiner US Druckschrift zu Augen gekommen.Nicht bei T-Jets!
Vierspurige Bahnen hat es natürlich gegeben,aber das war nicht das Thema.Das Hintereinanderfahren können,wie bei Faller,wurde beschrieben!
Dann hätte es ja auch eine reine Stadtbahn geben können,so als Startpackung von Aurora,wo Hintereinanderfahren Sinn macht.Bei Rennbahnpackungen macht es das glaube ich nicht!?
Also wenn du einen US Katalog mit diesem Selenschleifer hast,zeig mal! Ich kenne sowas wie gesagt nur in der europäischen Variante.
Michael
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Moin,
Selen- oder Diodenschleifer machen an einem Vibrator m.E. keinen Sinn, da die Autos dann gar nicht mehr fahren, bzw. in eine Richtung nur kurz anrucken, wenn ich das Vibratorfunktionsprinzip richtig verstehe. Leider habe ich keinen, um das auszuprobieren.
Viele Grüße
Mario
Magnete sind dafür da, dass der Motor dreht.......................
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