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Faller AMS - individuelle Fahrbahnen
#61
Hallo,

Aus Sicht des Analogfahrers glaube ich, es macht Sinn, wenn die Überholststrecke für den Zeitraum des Überholens den Fahrstrom des überholenden und des überholtwerdenden Autos erhält. Dazu muß die Gegenspur für die Überholstrecke abgeschaltet, also aufgetrennt werden. Eine Trennung der Gegenspur sollte vor den beiden Fahrbahnwechseln vorgesehen sein und könnte z.B. an den entsprechenden Fahrbahnverbindern erfolgen. Gleichzeitig mit der Überholweiche könnte auch die Rückführungsweiche auf abbiegen gestellt und der Fahrstrom umgeschaltet werden. Im Falle des Nichtüberholens kann der Fahrbahnwechsel stromfrei bleiben. Es bleibt dann noch das Problem der Herzstückpolarisation, das michaelo ja anhand der Weichenstellung gelöst hat.

Es wird aber m.M.n. sehr schwierig werden, zwischen einem vorausfahrenden Auto und einem kurz darauf folgenden überholwilligen Fahrzeug die Überholweiche zum richtigen Zeitpunkt zu betätigen. Hier könnte eine zusätzliche Elektronik helfen.

Viele Grüße
finbar
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#62
Hm…. Was wird denn das, wenn‘s fertig ist?


   


Ich drucke den ersten Prototyp mal aufrecht, also mit der Fahrbahn oben, aus. Da ich unten, wie beim Original, eine Hohlfläche konstruiert habe, sind Stützstrukturen vonnöten. Dadurch werden die Flächen der Unterseite nicht besonders fein. Als einziger Vorteil wird die Fahrbahn schön und die Randsteine können leicht erhaben und in Weiss (oder braun) gedruckt werden.
Wenn ich die Zeichnung umgekehrt auf das Druckbett lege, übernimmt die unterste Schicht -also die Fahrbahn - das leicht unebene Muster des Heizbetts. Das sieht zwar recht authentisch nach Teerbelag aus, glänzt aber etwas zu stark. Und die Randsteine können nicht erhaben gedruckt werden. Ausserdem nicht farblich abgesetzt. Im Gegenzug werden die Oberflächen der Schienenunterseite tadellos.

Ich werde beide Versionen testen.
Bei den vorherigen Schienen hatte ich die Unterseite nur beschriftet und die nötigsten Vertiefungen angebracht. Deshalb ist diese Konstruktion für mich Neuland.

Röbi hatte bisher nur die Kreuzung kopfüber ausgedruckt (mit den entsprechenden Vor-und Nachteilen). Weil dort unter der Fahrbahn einige Technik verbaut werden muss, bot sich diese Lösung dort an. Ansonsten Sind beim aufrechten Druck zahlreiche, festsitzende Stützen herauszubrechen. Das hab ich mir erst einmal angetan.

Übrigens: was ihr auf dem Bild oben erkennen könnt ist nur Stützmaterial. Die Schiene wird dann in die sichtbaren Lücken gedruckt.?
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#63
Moin Roger,

ich würde gerne die elektrischen Verbindungen und eventuellen Sensoren an der Überholschiene skizzieren können.

Kannst du bitte ein 2D-Bild (png, jpeg, ...) der Überholschiene zur Verfügung stellen?
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#64
Kann ich machen. Ist aber erst die Rückfahrweiche:

   
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#65
Moin Roger,

danke. Da ich mit MS-Paint (Blush) arbeite. wäre mir die waagerechte Darstellung lieber.

(17-01-2025, 10:52)Filamentschnüffler schrieb: Kann ich machen. Ist aber erst die Rückfahrweiche:
Das ist egal. Wie du schon geschrieben hast, kann man das Bild spiegeln. Und noch eine Bitte: Wenn es dir nichts ausmacht, mit zusätzlicher bzw. ausschließlicher Sicht auf die Fahrbahn. Wäre besser für mich (siehe Muster).

Mein erstes Muster mit Leiterkennzeichnung:
[Bild: FallerUeberholspurLinksAnalogStadt_0_0480.JPG]
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#66
   
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#67
Angel

Wie wär's mit einem neuen Thema, z.B. "Faller AMS - individuelle Überholschiene" im gleichen Forum?
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#68
Moin zusammen,

(Dann mach ich dann doch hier weiter.)

Ich setze Mal voraus, dass die Überholschiene mit der "alten" Verdrahtung, also für den Stadtverkehr interessant ist. Das heißt, die inneren Stromleiter sind miteinander verbunden, die äußeren dagegen elektrisch getrennt.

Wenn man jetzt noch eine rücksichtsvolle Fahrweise voraussetzt, d.h. das überholte Fahrzeug wird eher langsamer und der Gegenverkehr hält im Bedarfsfall rechtzeitig an, ist aus meiner Sicht die elektrische Verschaltung relativ einfach:
[Bild: Ueberhol-Schienen0960.JPG]
Als Stellhebel reicht m.E. ein einziger. Während die Fahrzeuge bei den anderen Verzweigungen durch ein dünnes "Abdeckplättchen" in die richtige Spur geleitet werden.

Der Stellhebel kann wie bei den originalen Fallerweichen durch einen kurzen Impuls auf Abzweig gestellt werden. Die Umschaltung der Leiter kann über ein so genanntes Bi-Stabiles Relais erfolgen. Dann ist nach dem Einscheren des überholenden Fahrzeug in die rechte Fahrspur, z.B. durch einen magnetischen Sensor, die Überholspur wieder in den Normalzustand zu versetzen.

Was meint ihr? Kann das so funktionieren, habe ich was übersehen?
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#69
Sehr korrekt, Michaelo!

Die 4009 ist ein Relikt aus der ersten Aera, in welcher die Schienen nicht umgepolt werden konnten, wie später durch Umstecken der Stecker an der 4019 von Masse nach Strom und umgekehrt.

Man kann also noch das gesamte alte Programm nutzen, Engstelle, die ersten Weichen, das "Universalschaltgerät" 4030 und die Gleichrichter 4035 der 4007, da "Masse" bei beiden Fahrspuren immer zur Mitte der Fahrbahn anliegt.

Ein Schaltschema der 4724 ist im Propekt 851 D abgebildet.

Bin derzeit unterwegs, in der nächsten Woche kann ich einige Bilder einstellen.

Grüße
Ulrich

P.S. Bei der Rückführung muss eine federbelastete Zunge in Richtung "überholte Fahrbahn" vorhanden sein, die durch den Gegenverkehr "aufgeschnitten" werden kann.
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#70
So, nun ist auch der Überholbeginn fertig. Muss gleich mal ‚nen Probedruck
machen. Wink

   
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#71
Super, Roger Smile .

Wenn man die Studie oben mit den elektrischen Verbindungen zu Grunde legt, ergeben sich teilweise große "Herzstück"-Bereiche, falls man die Leiterbahnen erst am Schienenende isoliert. Auch ist Art, Lage und Anzahl benötigter Sensoren noch nicht klar.

Aus der Sicht ist also noch ne Menge Potenzial drin Big Grin .

Wie einfach sind Änderungen nach dem Test mit Prototypen? Oder sollten wir jetzt schon konkreter werden?
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#72
Es kommt auf die Änderungen an: da jede Skizze In Abhängigkeit späterer Skizzen steht, muss ich am besten alles am Anfang wissen. Insofern hättest Du Glück, weil ich wegen einer kleinen(!) Ungenauigkeit am Anfang (Versatz der Fahrspurenbreite um wenige Zehntelsmillimeter) muss/will ich praktisch alles neu machen.?
Wenn Du genau hinsiehst, bemerkst Du, dass 3 von vier Leiterbahnen (pro Seite) etwa 5cm vom Rand entfernt unterbrochen sind. Ich halte mich dabei genau an das Original von Faller. Sollten bei Deinem Plan andere Verbindungen oder Unterbrüche nötig sein, müsstest du diese diskret auf der Unterseite umsetzen. Aber mit den Original-standorten sollte man eigentlich klarkommen.
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#73
Moin Roger, moin zusammen,

(18-01-2025, 19:21)Filamentschnüffler schrieb: Wenn Du genau hinsiehst, bemerkst Du, dass 3 von vier Leiterbahnen (pro Seite) etwa 5cm vom Rand entfernt unterbrochen sind. Ich halte mich dabei genau an das Original von Faller. Sollten bei Deinem Plan andere Verbindungen oder Unterbrüche nötig sein, müsstest du diese diskret auf der Unterseite umsetzen. Aber mit den Original-standorten sollte man eigentlich klarkommen.
Ups, ich hatte die Stellen für Kopierfehler gehalten und in der Skizze wieder aufgefüllt Big Grin .

Ja, das würde das Sehr-Große-Herzstück-Problem in der Tat entschärfen. Die anderen, notwendigen Trennstellen mache ich gerne in den Fahrbahnschlitzen, wo sie bei meinen grobmotorischen Fähigkeiten nicht so sehr auffallen. In meiner Studie oben sind gleichfarbige Leiter durch O miteinander verbunden. Das wären dann zusätzliche Lötpunkte.

Allerdings fällt mir gerade auf, dass wir die Leiterbahnen selber einziehen sollten. Oder habe ich da den einen oder anderen Kollegen falsch interpretiert?
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#74
[quote dateline="1737222642"]
Allerdings fällt mir gerade auf, dass wir die Leiterbahnen selber einziehen sollten. Oder habe ich da den einen oder anderen Kollegen falsch interpretiert?
[/quote]

Ja, das kann ich nicht auch noch machen und würde meine Freizeit sprengen. Die Überholschiene mache ich sowieso nur für euch. Denn einen praktischen Nutzen sehe ich nicht in ihr (da gehe ich mit Faller einig).
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#75
Hallo,

Ich habe mich dann mit der Reproduktion von Weichenzungen befasst.

Grau = Original Faller, Weiss = Repro finnmag.

Aber es gibt natürlich unterschiedliche Ausführungen, sodaß ev. noch Modifikationen erforderlich sind.

Viele Grüße
finbar


Angehängte Dateien
.jpg   Weichenzunge.jpg (Größe: 25,24 KB / Downloads: 256)
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#76
Cool - ein Mitstreiter. Aus welchem Material sind die Zungen?
Ich habe mir schon überlegt, Röbis Weiche derart zu überarbeiten, dass die Autos die Zungen bei jeder Durchfahrt umstellen - also auch bei Geradeausfahrt. Dadurch würden sie die Kreuzung einfach abwechselnd geradeaus und abbiegend befahren.und ich erspare mir den Kabelsalat.
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#77
wäre das nicht auch was für die Kreuzung?
Christoph
Das ist der Weg
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#78
Ich habe bei der Kreuzung mit originalen Weichenzungen experimentiert. Ging grundsätzlich aber der Führungsstift des durchfahrende Autos reichte nicht zur Zunge… ich nehme mich der Problematik sicher nochmals an. Aber zuerst die Überholfahrbahngeschichte.?
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#79
(19-01-2025, 21:23)Filamentschnüffler schrieb: Cool - ein Mitstreiter. Aus welchem Material sind die Zungen?
Ich habe mir schon überlegt, Röbis Weiche derart zu überarbeiten, dass die Autos die Zungen bei jeder Durchfahrt umstellen - also auch bei Geradeausfahrt. Dadurch würden sie die Kreuzung einfach abwechselnd geradeaus und abbiegend befahren.und ich erspare mir den Kabelsalat.

Hallo Roger,

Das Material ist POM gefräst.

Deine Idee der passiven Weiche ist interessant und erinnert mich an ein Problem, das turbos einmal hatte.

Viele Grüße
finbar
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#80
Ja genau, so ähnlich wie Turbos Fehlfunktionsweiche funktioniert habe ich mir das in etwa vorgestellt. 

Übrigens habe ich heute meine beiden letzten Prototypen gedruckt - bzw. die ersten beiden Fahrbahnen der Serie. Ich werde sie kopfüber gedruckt anbieten. (Das Herausbrechen der Stützen ist für Ungeübte nicht ohne). Der Nachteil der Kopfüber-Version sind die Randsteine. Da sie direkt mit der Fahrbahnoberfläche auf der Druckplatte als Erstes gedruckt werden, stehen sie nicht vor. Das bedeutet, dass sie nachträglich bemalt werden müssen. Da Puristen diese Fahrbahn aber möglicherweise sowieso lieber mit braunem Rand möchten, ist das einerlei. Dafür ist beim Kopfüber-Druck die Technikseite schöner gestaltet:

   

Hier das Paar. Die Endschiene habe ich bereits mit weissen Randsteinen bemalt. 
So: Projekt abgeschlossen. Auf zu neuen Schienen….

   
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