09-04-2025, 01:06
(08-04-2025, 11:50)Grifo schrieb: Damit niemand auf die Idee kommt, das Thema sei eingeschlafen, werde ich in der nächsten Zeit ein paar Bilder vom "Malen nach Zahlen" Fortschritt einstellen.Hallo Grifo,
Maßstab 1/64
Radstand 37,5 mm
dass sieht alles sehr sehr gut aus!
Sind das jetzt Zeichnungen aus dem Netz, oder sind die schon aus deiner Feder?
Falls du da jetzt schon viel Mühe investiert hast,
möchte ich nochmal erinnern an das, worin ich in meiner Antwort vom 29.3. eingegangen bin.
Wir können dieses Modell nicht komplett maßstäblich in 1:64 bauen. Das liegt an unseren Fahrbahnen und ihren Stromschienen-Abständen.
Die einzige Chance ist es, so zu bauen, dass die Fahrzeug-Proportionen einigermaßen optisch stimmen.
Die echten Daten des Modells - Link: Abmaße und techn. Daten
Gesamt-Länge = 3700mm - in 1:64 hieße das 57,8mm, was machbar wäre...
Achsabstand = 2400mm - in 1:64 hieße das 37,5mm, was machbar wäre...
Spurweite (Mitte Rad zu Mitte Rad) = 1200mm - in 1:64 hieße das 18,8mm, was leider nicht geht, denn das hieße, das die Schleifer vor oder hinter den Vorderrädern angeordnet sein müssten.
Oder bezogen auf die Gesamtbreite, das gleiche:
Achsbreite über alles (Radmaße außen) = 1330mm - in 1:64 hieße das 20,8mm, was leider nicht geht, denn das hieße, das die Schleifer vor oder hinter den Vorderrädern anfgeordnet sein müssten.
Denn die Tomy und Tyco-Fahrbahnen haben einen Stromschienen-Abstand von 14,5mm, Faller sogar 15mm.
Das bedeutet, davon ausgehend, das die Schleifer mittig auf den Stromleiter zu laufen haben, haben wir bei einer normal-sicheren Schleiferbreite von 4mm für Faller-Schienen bereits ein Außenmaß über alles von 19mm Schleiferbreite über alles.
Wenn man das Modell also in Achsabstand 37,5mm und Gesamtlänge maßstäblich bauen würde, in der Breite aber zwangsweise wegen der Schleifer bereits eine Breite von 19mm haben, dazu dann noch die Felgen kommen von 2x 3,5mm Breite, dann haben wir mit 19mm +2x3,5mm = 26mm Fahrzeugbreite über alles.
Dabei haben wir noch keinen Sicherheitsabstand zwischen den Schleifern und den sich drehenden Vorderrädern eingerechnet, wir kämen also auf eine effektive Baubreite von 27-28mm... Das sind 6,2 bis 7,2mm in der Baubreite über dem Maßstab, oder gemittelt 32% über dem Original-Länge-Breite-Verhältnis.
Die echte Länge (maßstäblich) und die zwangsweise notwendige Baubreite ergäben für mein Empfinden einen viel zu pummeligen Bugatti... Das schöne schlanke Design würde noch stärker auf der Strecke bleiben, als es jetzt schon ein wenig der Fall ist.
Das ist der Grund, warum ich das Chassis gleich mit 43mm (+15%) Achsabstand angesetzt habe, und dann solange an den Karosseriemaßen hin und her probiert habe, bis ich mit der Optik und den Abmessungen der Karosserie zufrieden war.
Außerdem hatte ich von Anfang ja sowieso nicht an den Druck, in Stadtbahner-Modellgröße bauen zu müssen, weil meine etwas größeren Magneter-Fahrzeuge tendenziell besser zu dem Bugatti passen.
Meine oben angeführte Bauzeit von ca. 40 Stunden für das komplette Modell betreffen nur die reine Bauzeit. Wieviele Stunden ich im Vorfeld über die Machbarkeit nachgedacht habe, bis ich ein einigermaßen komplettes Bild des Bugatti im Kopf hatte, inklusive der ggf. nötigen diversen Kompromisse und Rechenvergleiche im Laufe der Bau-Pausen, kann ich gar nicht sagen.
Grifo, ich finde das echt super, dass du den Bugatti zeichnest mit dem Ziel, die Karosserie zu im 3D-Druck zu erstellen!
Bin sehr gespannt auf das Ergebnis und wünsche dir dabei den maximalen Erfolg!
Deshalb diese etwas ausführlicheren Rechenbeispiele, die dir dabei helfen möchten, von Beginn an unsere diversen Bau-Zwänge in deine Planungen mit einzubeziehen.
@finbar
Sind deine beiden Chassis in den Bildern aus FR4? Man kann leider kaum Einzelheiten hinsichtlich Bearbeitungmöglichkeiten erkennen.
Von früher kenne ich Epxidharzplatten, mit denen wir Wettbewerbs-Chassis für ferngesteuerte RC-Cars im Maßstab 1:8 (mit Verbrennungsmotoren) und 1:12 (E-Motoren) gebaut haben, Plattendicke 3, bzw. 1,5mm. Die Bezeichnung FR4 kenne ich aber nicht.
Ist FR4 das gleiche oder was ähnliches?
Wäre es denkbar, das eigentliche Grundchassis aus FR4 zu fräsen, die Achshalter-Böcke aber aus Polystyrol oder PVC (wegen des verschleisslosen Einklippsens der Achsen), dann alles im aufgeklebten Zustand zu bearbeiten und die Achslöcher exakt zu bohren, samt genauer Einklippsöffnung?
Für Gleitlagerungszwecke hatten die damals von mir verwendeten Epxidharzplatten (Rennsport-Beanspruchung) ohnehin nicht getaugt.
Als Zoom-Besprechungstermin wäre einer der Tage von Mo.-Do. in der letzten April-Woche in Ordnung.
BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen" Walter Röhrl
- Wer später bremst, fährt länger schnell -
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